Diamantentrenn-schreiben
Diamanttrennscheiben von HERMEQ schneiden Beton, Stahlbeton, Asphalt, Ziegel, Pflaster, Fliesen und Naturstein. Das Sortiment ist nach vier Maschinenklassen aufgebaut: handgeführte Winkelschleifer, Tisch- und Brückensägen, Trennschleifer und Fugenschneider sowie große stationäre Steinsägen.
Die Durchmesser reichen von 115 mm für den kleinen Winkelschleifer bis 1000 mm für Blocksteinsägen. Damit deckt die Auswahl die Schnitte im Hoch- und Tiefbau, im Straßenbau, im Garten- und Landschaftsbau und im Fliesen- und Natursteinhandwerk ab. Schleiftöpfe und Fugenfräser für den Winkelschleifer ergänzen die Scheiben, weitere Diamantwerkzeuge stehen unter Sägen, Bohrer und Zubehör.
Diamantsägeblätter passend zur Maschine
Die Maschine legt Durchmesser und Bohrung fest, deshalb beginnt die Wahl einer Diamanttrennscheibe bei der Säge oder dem Schleifer, auf dem sie laufen soll, und erst danach beim Material.
Diamanttrennscheiben für den Winkelschleifer
Der Winkelschleifer ist das Werkzeug für Schnitte direkt am Bauteil: Ausklinkungen in Pflaster und Bordsteinen, Schlitze in Mauerwerk, das Kürzen einzelner Fliesen oder ein Anpassschnitt an Betonfertigteilen. Die Diamanttrennscheiben für Winkelschleifer umfassen eine Universalscheibe für Beton, Ziegel und harten Stein wie schwarzen Granit sowie eine dünne Scheibe für Fliesen, passend für die gängigen Schleifergrößen vom Einhandgerät bis zum großen Zweihandschleifer. Für lange, gerade oder tiefe Schnitte ist eine der folgenden Sägen die bessere Wahl, weil der Winkelschleifer frei von Hand geführt wird und nur begrenzt tief schneidet.
Diamantsägeblätter für Tisch- und Brückensägen
Auf der Tisch- oder Brückensäge läuft das Werkstück unter einem fest geführten Blatt durch, und so entstehen maßgenaue, gerade Kanten in Serie. Die Diamantsägeblätter für Fliesen und Naturstein auf der Tischsäge sind für Fliesen, Keramik, Feinsteinzeug, Granit und Marmor ausgelegt und in den Ausführungen Standard, Premium Plus und Premium Speed erhältlich. Fliesenleger, Steinmetze und Natursteinverleger greifen zu ihnen, wenn eine sichtbare Kante ohne Nacharbeit gefordert ist, etwa an Treppenstufen, Fensterbänken, Arbeitsplatten oder großformatigen Platten.
Trennscheiben für Trennschleifer und Fugenschneider
Benzin- und Elektrotrennschleifer sind die Maschinen für Schnitte an Rohren, Bordsteinen, Schächten und Betonwänden, der Fugenschneider für lange Schnitte in Fahrbahnen, Hofflächen und Bodenplatten. Die Diamanttrennscheiben für Trennschleifer und Fugenschneider teilen sich in zwei Gruppen: schnell schneidende Blätter für Stahlbeton, Asphalt und andere abrasive Baustoffe und Premium-Blätter für Ziegel und Pflastersteine. Ein Teil dieser Blätter passt auch auf Tischsägen für Baustoffe, sodass dasselbe Blatt zwischen Trennschleifer, Fugenschneider und Tischsäge wechseln kann, wenn die Aufnahme übereinstimmt.
Diamantsägeblätter für Steinsägen
Große stationäre Steinsägen, auch Blocksteinsägen genannt, stehen in Betonsteinwerken, auf Bauhöfen und auf großen Baustellen, wo Ziegel, Blöcke und Pflastersteine in voller Höhe, rechtwinklig und in großer Stückzahl geschnitten werden. Für diese Maschinenklasse führt HERMEQ Diamantsägeblätter für Steinsägen mit Durchmessern ab 600 mm, die als Nassblätter für Ziegel, Blöcke, Pflaster und abrasiven Beton ausgelegt sind. Die Segmente sind auf das Stammblatt lasergeschweißt, eine Verbindung, die bei diesen großen Blattdurchmessern die Segmente auch über lange Schnittwege am Stahlkern hält.

Diamanttrennscheibe für Beton, Asphalt, Mauerwerk und Fliesen
Ob eine Diamanttrennscheibe zum Material passt, hängt an der Bindung, also der Metallmatrix, in der die Diamanten sitzen: Abrasive Baustoffe verlangen eine harte Bindung, die nicht zu schnell wegschleift, harte und dichte Werkstoffe eine weichere Bindung, die stumpfe Diamanten freigibt und neue freilegt.
Beton und Stahlbeton
Ausgehärteter Beton mit harten Zuschlägen wie Kies oder Granitsplitt gehört zu den harten Werkstoffen und braucht eine eher weiche Bindung. Für Altbeton, Fertigteile und Betonsteine am Winkelschleifer ist die Universalscheibe gedacht, für Wände, Decken und Bodenplatten aus Stahlbeton die schnell schneidenden Blätter für Trennschleifer und Fugenschneider. Läuft eine zu harte Scheibe in hartem Beton, schleifen sich die Diamanten glatt, die Scheibe verglast, schneidet kaum noch und wird heiß. Frischer, noch grüner Beton verhält sich dagegen abrasiv und gehört auf die Blätter aus dem nächsten Abschnitt.
Asphalt und abrasive Baustoffe
Asphalt, frischer Beton, Sandstein, weicher Kalksandstein und Porenbeton enthalten viel Sand und feines Korn, das die Bindung wie Schleifpapier abträgt. Für diese Baustoffe führt das Sortiment eigene Asphalt-Beton-Blätter für Trennschleifer und Fugenschneider, die auf abrasives Material ausgelegt sind und Asphalt ebenso wie Beton schneiden, was bei Fahrbahnen mit Betonunterbau einen Blattwechsel erspart. Eine Scheibe für harten Beton verliert in Asphalt ihre Segmente schnell, und unter den Segmenten kann sich das Stammblatt auswaschen, bis Segmente ausbrechen und Splitter fliegen.
Ziegel, Pflastersteine und Mauerwerk
Mauerwerk reicht von weichem, abrasivem Material wie Kalksandstein, Bims und Betonpflaster bis zu hart gebranntem Klinker, der sich eher wie Hartgestein verhält. Für Ziegel und Pflaster am Trennschleifer gibt es eigene Premium-Blätter, für Blöcke, Ziegel und Pflaster in großen Stückzahlen die Nassblätter der Steinsäge. Betonpflaster und Betonblöcke schleifen durch ihren Sandanteil stark und gehören auf ein Blatt für abrasive Baustoffe, Klinker und Granitpflaster auf eine Scheibe mit weicherer Bindung. Mit dem falschen Blatt verglast die Scheibe im Klinker oder verschleißt im Betonstein deutlich früher als nötig.
Fliesen, Feinsteinzeug, Granit und Marmor
Feinsteinzeug und Granit sind sehr hart und dicht, Marmor ist weicher, aber empfindlich an der Kante, und bei allen drei zählt eine feine, gleichmäßige Schnittkante. Für diese Werkstoffe sind die Tischsägenblätter für Fliesen und Naturstein gedacht, für Einzelschnitte vor Ort die Fliesenscheibe für den Winkelschleifer. Eine grobe Bauscheibe reißt an Glasur und polierter Oberfläche Ausbrüche, die sich später nicht verdecken lassen, und verglast in Feinsteinzeug oft schon nach wenigen Schnitten. Großformatige Platten und Arbeitsplatten aus Naturstein gehören deshalb auf die geführte Säge.
Durchmesser, Bohrung und Nassschnitt
Wenn Maschine und Material feststehen, geben die Angaben der Maschine Durchmesser, Aufnahme und Kühlung vor, das Material die Randform.
Durchmesser und Schnitttiefe
Der Durchmesser bestimmt die Schnitttiefe, und die nutzbare Tiefe liegt immer deutlich unter dem halben Durchmesser, weil Spannflansch und Schutzhaube Platz brauchen. Welcher Durchmesser zulässig ist, steht auf dem Typenschild der Maschine, und die Schutzhaube ist genau auf diese Größe ausgelegt. Eine 230-mm-Scheibe auf einem Schleifer für 125 mm läuft ohne passende Haube und über der zulässigen Umfangsgeschwindigkeit und darf nie montiert werden. Für tiefere Schnitte ist die größere Maschine der richtige Weg, bei sehr dicken Bauteilen auch ein Schnitt von beiden Seiten.
Bohrung und Aufnahme
Die Bohrung muss exakt zur Spindel der Maschine passen, damit das Blatt zentrisch läuft. Im Sortiment reichen die Bohrungen von 22,23 mm am Winkelschleifer bis 60 mm an der Steinsäge, und Trennschleifer, Fugenschneider und Tischsägen liegen mit ihren eigenen Aufnahmen dazwischen. Ein Blatt mit zu großer Bohrung läuft außermittig, schlägt und überlastet einzelne Segmente, und eine zu kleine Bohrung darf nicht aufgeweitet werden. Reduzierringe kommen nur in Frage, wenn Maschinen- und Blatthersteller sie vorsehen und sie fest im Blatt sitzen.
Nass- oder Trockenschnitt
Am Winkelschleifer wird trocken geschnitten, an Steinsägen, Fugenschneidern und den meisten Tischsägen für Fliesen und Naturstein nass, am Trennschleifer je nach Einsatz mit Wasseranschluss oder trocken. Wasser kühlt die Segmente, bindet den Staub aus Beton und Naturstein und verlängert die Standzeit. Ein als Nassblatt ausgewiesenes Blatt, wie die Blätter für Steinsägen, darf nie trocken laufen, weil die Segmente ohne Kühlung überhitzen und sich lösen können. Wo trocken geschnitten wird, gehört eine Absaugung mit Bauentstauber an die Maschine.
Segmentierter oder geschlossener Rand
Ein segmentierter Rand mit Schlitzen zwischen den Segmenten schneidet schnell, führt das Bohrmehl ab und kühlt im Trockenschnitt an der Luft, und er ist die Randform für Beton, Mauerwerk und Asphalt. Ein geschlossener Rand schneidet langsamer, hinterlässt aber eine saubere Kante ohne Ausbrüche und ist die Wahl für Fliesen, Feinsteinzeug und polierten Naturstein. Der gewellte Turbo-Rand liegt zwischen beiden und schneidet harten Stein zügig mit einer noch sauberen Kante.

Schleiftopf und Fugenfräser statt Trennscheibe
Eine Diamanttrennscheibe schneidet nur mit ihrem Rand und nur gerade in das Material hinein, und wer damit flächig schleift oder Mörtelfugen ausräumt, belastet das dünne Stammblatt seitlich, bis es sich verzieht oder bricht. Für beide Arbeiten führt HERMEQ eigene Diamant-Schleiftöpfe und Fugenfräser, die auf denselben Winkelschleifer passen.
Der Schleiftopf mit Doppelreihe trägt Beton und Estrich kräftig ab, etwa an Graten von Fertigteilen, an Schalungsversätzen und bei Kleber- oder Beschichtungsresten. Der Turbo-Schleiftopf hinterlässt eine gleichmäßigere Fläche und ist für das Nacharbeiten und Egalisieren gedacht. Der Fugenfräser hat einen breiten Diamantrand und räumt eine Mörtelfuge in Ziegelmauerwerk in einem Durchgang auf Fugenbreite aus, bevor neu verfugt wird. Für runde Öffnungen, Kernbohrungen und Dosenbohrungen ist keines dieser Werkzeuge gedacht, dafür gibt es Diamantbohrer.
Drehrichtung, Kühlpausen und Standzeit
Standzeit und Arbeitssicherheit hängen bei jedem Blatt des Sortiments ebenso von der Handhabung ab wie von der richtigen Auswahl. Der Pfeil auf dem Blatt gibt die Laufrichtung vor und muss mit der Drehrichtung der Spindel übereinstimmen, die auf Maschine oder Schutzhaube markiert ist. Verkehrt herum montiert, schneidet das Blatt schlechter, und die Segmente verschleißen ungleichmäßig. Die auf dem Blatt angegebene Höchstdrehzahl muss mindestens der Leerlaufdrehzahl der Maschine entsprechen, und die Spannflansche gehören sauber, plan und unbeschädigt auf die Spindel.
Im Trockenschnitt wird in kurzen Durchgängen gearbeitet, und zwischendurch läuft das Blatt kurz frei in der Luft, damit die Segmente abkühlen. Der Vorschub bleibt gleichmäßig und ohne Druck von der Seite: Ein Blatt wird nicht verkantet, nicht für Kurvenschnitte benutzt und nach dem Ausschalten nicht am Werkstück abgebremst. Tiefe Schnitte entstehen in mehreren Durchgängen, jeder etwas tiefer als der vorige. Vor jedem Einsatz wird das Blatt auf Risse im Stammblatt, fehlende oder beschädigte Segmente und Verfärbungen geprüft, und ein beschädigtes Blatt kommt nicht mehr auf die Maschine. Nach dem Nassschnitt wird das Blatt mit klarem Wasser abgespült, damit der Schlamm nicht in den Schlitzen zwischen den Segmenten antrocknet. Gelagert wird es trocken, liegend oder hängend und geschützt vor Stößen gegen andere Werkzeuge. Ein Blatt, das heruntergefallen ist, wird vor dem nächsten Einsatz auf Risse und Planlauf geprüft.

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