Treppen & Brücken

Baustellentreppen und Brücken von HERMEQ schaffen einen festen, begehbaren Zugang zwischen Arbeitsbereichen auf unterschiedlichen Ebenen. Sie werden überall dort aufgestellt, wo Verkehrswege zwischen Gerüsten, Plattformen, Geschossdecken oder Bauwerksteilen sicher begehbar sein müssen oder ein offener Graben zu überqueren ist. Das Sortiment umfasst modulare Bautreppen, Spindeltreppen als Treppenturm, Überstiege und Fußgängerbrücken für Baustellen, Veranstaltungsflächen, Industrieanlagen und Wartungsbereiche. Rutschfeste Stufen und ein fester Lauf ersetzen die Leiter als täglichen Aufstieg und verringern so das Risiko von Stürzen und Unfällen.

Anzeigen als Liste Liste

6 Elemente

Absteigend sortieren
pro Seite

Bautreppen, Überstiege und Grabenbrücken

Welche Bauform passt, hängt am Hindernis: Ein einzelner Höhenunterschied verlangt eine Treppe, mehrere Geschosse auf engem Raum einen Treppenturm, ein offener Graben auf Gehhöhe eine Brücke und ein Hindernis, über das hinweggestiegen werden muss, einen Überstieg.

Gerade Baustellentreppe für einzelne Ebenen

Die temporäre Baustellentreppe ist das, was auf der Baustelle meist Bautreppe, Rohbautreppe oder Behelfstreppe heißt: ein gerader, modularer Treppenlauf von einer Ebene zur nächsten. Sie führt vom Gelände auf eine Arbeitsbühne, an eine Deckenkante oder auf die erste Gerüstlage. Gewählt wird sie für Zugänge, die über Wochen täglich und von mehreren Gewerken begangen werden, etwa der Weg in das Kellergeschoss oder auf die Bodenplatte.

Spindeltreppe als Treppenturm

Die temporäre Spindeltreppe ist ein Bautreppenturm in Form einer Wendeltreppe: Sie windet sich um eine Mittelachse und erschließt mehrere Geschosse, ohne dass ihre Grundfläche mit der Höhe wächst. Sie ist die richtige Wahl für enge Baufelder, Innenhöfe und Fassaden mit wenig Vorfläche, an denen für einen Gerüsttreppenturm oder einen langen geraden Lauf kein Platz ist.

Überstieg über Hindernisse und Gräben

Der modulare Überstieg, auf der Baustelle auch Überstiegshilfe oder Überstiegstreppe genannt, führt mit Stufen auf der einen Seite hinauf und auf der anderen wieder hinunter. Er gehört dorthin, wo Rohre, Kabel, Schläuche oder eine niedrige Absperrung einen Laufweg kreuzen und an Ort und Stelle bleiben müssen, und über Gräben, an deren Rand Aushub liegt oder deren Kanten ungleich hoch sind. Sein Rahmen ist höhenverstellbar und lässt sich so auf das jeweilige Hindernis einstellen.

Temporäre Fußgängerbrücke über Gräben

Die Fußgängerbrücke für Baustellen, auch Grabenbrücke, Baustellenbrücke oder Baustellensteg genannt, legt einen ebenen Laufweg über einen offenen Graben. Sie wird eingesetzt, wo ein Leitungsgraben den Weg zu Hauseingängen, Baucontainern oder Zufahrten abschneidet, und auf Veranstaltungsflächen, auf denen Gräben während des Aufbaus offen liegen. Der gewohnte Weg bleibt damit begehbar, während im Graben darunter weitergearbeitet wird.

Temporäre Baustellentreppe, Spindeltreppe, Überstieg und Fußgängerbrücke aus Stahl im Vergleich
Temporäre Treppe

Gerade Baustellentreppe oder Spindeltreppe

Zwischen beiden entscheiden die Zahl der Ebenen und der Platz am Fußpunkt. Die gerade Baustellentreppe überwindet einen einzelnen Höhenunterschied bis zu einer Plattform, einer Deckenkante oder einer Gerüstlage und wird über die Stufenzahl auf die Höhe abgestimmt, im Sortiment von 3 bis 18 Stufen. Ihr Lauf braucht in der Länge umso mehr Platz, je höher die Austrittsebene liegt, und er endet immer auf genau einer Ebene.

Die Spindeltreppe steigt auf derselben kompakten Grundfläche bis zu 11,6 m und erreicht damit mehrere Geschosse über einen einzigen Turm. Sie wird aus Abschnitten aufgebaut und mit dem Kran umgesetzt, wenn der Rohbau in die Höhe wächst oder der Zugang an eine andere Stelle des Gebäudes wandern muss. Für ein Kellergeschoss, eine Bühne oder einen einzelnen Gerüstaufstieg ist die gerade Treppe die passende Bauform, und sobald zwei oder mehr Geschosse auf engem Raum erschlossen werden müssen, ist es die Spindeltreppe.

Überstieg oder Baustellenbrücke über den Graben

Ob Brücke oder Überstieg, entscheidet der Zustand der Grabenränder. Die Fußgängerbrücke überspannt einen offenen Graben auf Gehhöhe und ist die richtige Wahl, wenn beide Ränder frei, tragfähig und etwa gleich hoch sind. Für breite Gräben ist sie die passende Bauform, weil sie in vielen Längen erhältlich ist und den Weg über die ganze Breite eben hält.

Der höhenverstellbare Überstieg führt Fußgänger über ein Hindernis hinauf und auf der anderen Seite wieder hinab. Er passt dort, wo die Ränder nicht auf einer Höhe liegen, Aushub oder ein Rohrstapel an der Kante lagert oder eine Leitung, ein Schlauch oder ein Absperrelement den Weg kreuzt. Für einen Graben, dessen Rand mit Aushub belegt ist, ist deshalb der Überstieg die richtige Wahl, denn die Brücke braucht an beiden Enden ein ebenes Auflager, während der Überstieg den Höhenunterschied mit seinen Stufen aufnimmt.

Temporäre Fußgängerbrücke
Temporärer Überstieg

Einsatz im Rohbau, Tiefbau und auf Veranstaltungsflächen

Rohbau und Geschossbau

Im Rohbau führt die gerade Treppe in das Kellergeschoss und auf die erste Decke, die Spindeltreppe übernimmt, sobald weitere Geschosse folgen. Wo der Treppenaustritt an einer Decke ohne Brüstung endet, gehört der Kantenschutz an Deckenrändern zum Zugang, damit niemand an einer ungesicherten Kante ankommt.

Leitungsgräben und Tiefbau

Im Kanal-, Leitungs- und Straßenbau halten Fußgängerbrücken Gehwege, Hauseingänge und Grundstückszugänge offen, solange der Graben ausgehoben ist. Überstiege nehmen die Stellen auf, an denen Aushub, Rohrlager oder Leitungen der Wasserhaltung am Grabenrand liegen. Bei langen Gräben werden mehrere Querungen in Abständen gesetzt, die Umwege für Anwohner und Gewerke kurz halten.

Veranstaltungsflächen

Auf Festgeländen und Messeflächen überbrückt die Fußgängerbrücke Gräben für Strom-, Wasser- und Datenleitungen, die während Auf- und Abbau offen liegen. Rutschfeste Stufen und ein klar geführter Laufweg zählen hier noch mehr als auf der Baustelle, weil Besucher den Weg nicht kennen und oft im Gedränge gehen.

Industrie und Wartung

In Werken und Anlagen führen Treppen und Überstiege über Rohrleitungen, Fundamente und Kabeltrassen oder auf Bühnen an Maschinen. Endet der Aufstieg an einer Bühne mit offenen Seiten, schließen Handlaufsysteme den Rand. Für Arbeiten direkt an der Kante kommt eine persönliche Absturzsicherung hinzu, und die übrigen Systeme für diese Aufgaben stehen im Bereich Arbeiten in der Höhe.

Zugang planen: Höhe, Spannweite und Kran

Höhe messen und Stufenzahl wählen

Gemessen wird senkrecht vom tragfähigen Aufstellpunkt am Fuß bis zur Oberkante der Ebene, auf der die Treppe austritt, und diese Höhe bestimmt die Stufenzahl. Der Fußpunkt braucht festen, ebenen Untergrund. Aufgeweichter Boden oder frisch verfüllter Aushub wird vorher verdichtet oder mit einer lastverteilenden Unterlage ausgeglichen, damit die Treppe nicht einseitig nachsackt.

Spannweite der Brücke bestimmen

Ausgangspunkt ist die lichte Grabenbreite an der breitesten Stelle der geplanten Querung. Dazu kommt an beiden Enden eine Auflagerlänge auf festem Boden hinter dem Bereich, in dem die Grabenkante nachbrechen kann. Erst die Summe aus beidem ergibt die Brückenlänge, und das Sortiment reicht dafür bis 8,40 m.

Versetzen mit dem Kran

Die gerade Treppe hat eine Kranaufnahme, die Spindeltreppe wird per Kran umgesetzt. Vor dem Hub stehen die Reichweite des Krans bis zum Absetzpunkt, die zulässige Last bei dieser Ausladung und ein freier Absetzbereich fest, und auf der Treppe befindet sich während des Hubs niemand. Anschlagmittel und Hebezubehör finden Sie unter Kranhebetechnik.

Material und Personen trennen

Treppen und Brücken sind Verkehrswege für Personen und bleiben frei von Paletten, Gebinden und Schalungsteilen. Was der Kran zwischen den Ebenen umschlägt, wird auf der Verladeplattform für den Kran abgesetzt, die am Gebäude befestigt wird und das Material auf der Ebene übergibt, auf der es verbaut wird. Der Treppenaufgang bleibt so für die Gewerke durchgehend frei begehbar.

Temporäre Verladeplattform