Sicherheitsfangnetze

Sicherheitsfangnetze sind eine kollektive Schutzmaßnahme bei Arbeiten in der Höhe. Sie fangen herabfallende Gegenstände, Werkzeuge und Baumaterialien auf, bevor diese den Boden erreichen, und schützen so Verkehrswege, Gehwege und alle Bereiche unter der Arbeitsstelle, in denen sich Menschen aufhalten oder bewegen.

Das Sortiment von HERMEQ besteht aus Fangfächern, die am Gerüst oder an der Kante der Betondecke befestigt werden. Der Fangfächer für den Hochbau ist faltbar, wird ohne Kran montiert und entspricht EN 1263.

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Sicherheitsfangnetze für Gerüst und Hochbau

Die Wahl zwischen den beiden Fangfächern hängt davon ab, ob an der Fassade bereits ein Gerüst mit Geländer steht oder ob eine lange Front oder eine offene Deckenkante auf ganzer Länge abgedeckt werden muss.

Gerüstschutznetz mit Geländerclip

Das Gerüstschutznetz mit Geländerclip ist ein kompakter Fangfächer, der mit einem integrierten Clip am Geländer eines bestehenden Gerüsts befestigt wird. Er passt zu Baustellen, an denen das Gerüst ohnehin steht und einzelne Abschnitte unter der Arbeitsstelle gesichert werden sollen, etwa über einem Hauseingang, einer Hofeinfahrt oder einer Durchfahrt. Weil der Clip das vorhandene Geländer nutzt, braucht der Fächer keine eigene Verankerung am Bauwerk.

Sicherheitsfangnetz für den Hochbau

Das Sicherheitsfangnetz für den Hochbau ist der vollwertige Fangfächer der Baureihe und wird in zwei Längen sowie für Gerüst oder Betondecke geliefert. Er ist die richtige Wahl, wenn eine lange Kante oder eine ganze Gebäudefront als geschlossene Reihe gesichert werden muss, im Rohbau ebenso wie an Fassaden über öffentlichen Flächen. In der Fachsprache heißt diese Bauart Fangfächer, weil das Netz in einem Rahmen schräg nach außen über die Gebäudeflucht hinausragt.

Zwei Fangfächer im Vergleich: kompakter Fächer mit Geländerclip am Gerüst und großer Fangfächer an einer Rohbaudecke
Gerüstschutznetz

Fangnetz am Gerüst oder an der Betondecke befestigen

Die Befestigungsart richtet sich danach, was an der Kante steht: ein Gerüst oder die Rohbaudecke ohne Gerüst. Die Ausführung mit Gerüstbefestigung (Scaffolding Fix) wird an das Fassadengerüst angeschlossen und passt zu Fassadenarbeiten, Sanierungen und allen Baustellen, an denen das Gerüst ohnehin vor der Fassade steht. Die Ausführung mit Deckenbefestigung (Concrete Fix, Slab Fix) wird an der Betondecke verankert und ist für den Rohbau gedacht, wenn Geschoss für Geschoss betoniert wird und an der Deckenkante kein Gerüst steht.

Vor der Bestellung klären Sie zuerst den Untergrund für die Befestigung: ein standsicheres Gerüst mit geeigneten Anschlussstellen oder eine Betondecke, deren Rand sich für die Verankerung eignet. Ebenso zählt, ob die Monteure die Deckenkante oder die Gerüstlage, an der der Fächer sitzen soll, sicher erreichen. Zuletzt bestimmt die Nutzung der Fläche unter dem Fächer, ob Gehweg, Fahrbahn, Zufahrt oder Nachbargrundstück, welche Front gesichert werden muss und wie viele Fächer dafür nötig sind.

Fangfächer oder Gerüstschutznetz aus PE

Mit Gerüstschutznetz ist im Handel meist ein flaches Netz aus PE-Gewebe gemeint, das an der Außenseite des Gerüsts gespannt wird und in dessen Ebene liegt. Es hält Staub, Wind und leichten Schmutz zurück und schirmt die Arbeitsfläche nach außen ab. Ein Fangfächer steht dagegen schräg nach außen vor und fängt Werkzeuge und Material auf, die über die Gerüstflucht hinaus fallen, also über dem Gehweg, der Fahrbahn oder dem Hof vor dem Gebäude.

Die beiden Netze erfüllen damit unterschiedliche Aufgaben und lassen sich am selben Gerüst kombinieren: das PE-Netz an der Gerüstfläche, der Fächer an den Stellen, an denen Passanten oder Fahrzeuge unter dem Gerüst entlangführen. Das Gerüstschutznetz von HERMEQ trägt den gleichen Namen, ist aber ein kompakter Fangfächer mit Geländerclip.

Sicherheitsfangnetze für Hochbau
Zwei Fangfächer im Vergleich: kompakter Fächer mit Geländerclip am Gerüst und großer Fangfächer an einer Rohbaudecke

Fangnetze im Hochbau, bei Sanierungen und über Gehwegen

Rohbau und offene Deckenkanten

Im Rohbau sitzt der Fangfächer an der Deckenkante, in der Regel unterhalb der Ebene, auf der gerade geschalt, bewehrt oder gemauert wird. Dort zählen eine Verankerung, die ohne Gerüst auskommt, und eine geschlossene Reihe über die ganze Kante, damit zwischen zwei Fächern keine Lücke bleibt. Für die Arbeiter an der offenen Kante sind andere Systeme für Arbeiten in der Höhe zuständig, allen voran der Seitenschutz aus den Kantenschutzsystemen. Wo kein Seitenschutz möglich ist, sichern Absturzsicherungssysteme zusammen mit Sicherheitsgurten und Halteseilen.

Innerstädtische Baustellen über Gehwegen und Straßen

In der Stadt liegt unter dem Fächer meist ein Gehweg, eine Haltestelle oder eine Fahrbahn, die während der Bauzeit für den Verkehr offen bleibt. Hier kommt es darauf an, dass die Fächer die ganze Front ohne Lücken abdecken und dass ihre dichte Netzlage herabfallende Gegenstände und Werkzeuge zurückhält. Wie weit die Fächer in den öffentlichen Raum ragen, gehört von Anfang an in die Planung der Verkehrssicherung und der Sondernutzung des Straßenraums.

Sanierung und Fassadenarbeiten am Gerüst

Bei Sanierungen steht das Gerüst meist schon, bevor über Fangnetze entschieden wird. Der Fächer wird dann am vorhandenen Gerüst angebracht, und die Fassade selbst bleibt ohne Bohrungen, was bei Altbauten und empfindlichen Oberflächen zählt. Für einzelne Abschnitte über Eingängen genügt das kompakte Gerüstschutznetz mit Geländerclip, für eine ganze Front eignet sich die Gerüstausführung des großen Fächers.

Auffangnetz für den Bau: Material und Länge

Feuerverzinkt oder Aluminium

Den Rahmen des Sicherheitsfangnetzes für den Hochbau gibt es feuerverzinkt oder aus Aluminium. Aluminium ist leichter und lohnt sich, wenn der Fächer häufig von Hand gelöst, getragen und neu angebracht wird, etwa im Rohbau mit schnellem Geschosswechsel. Feuerverzinkter Stahl passt zu langen Standzeiten im Freien an derselben Stelle, zum Beispiel an einem Fassadengerüst, das über viele Monate steht.

Fangfächer mit 4 m oder 6 m Länge

Die Länge richtet sich nach der Kante oder dem Gerüstfeld, das gesichert wird, und danach, mit wie vielen Fächern sich eine geschlossene Reihe bilden lässt. Mit den längeren Fächern kommt eine lange, gerade Front mit weniger Stößen und Befestigungspunkten aus. Die kürzeren Fächer lassen sich kürzeren Kanten, Gebäudeecken und engeren Feldteilungen besser anpassen, und eine Kombination beider Längen schließt eine Front oft ohne Lücke.

Gerüstschutznetz