Bretter, Rohre & Beschläge
Gerüstrohre und Kupplungen bilden zusammen mit Gerüstbrettern aus Holz und Stahl das Material für das Rohrkupplungsgerüst. Rohr und Kupplung ergeben das Tragwerk, und die Bretter in verschiedenen Längen bilden darauf die tragfähige Arbeitsplattform. Die Holzgerüstbretter aus europäischer Fichte sind maschinell nach Festigkeit sortiert. Die Stahlgerüstbretter sind aus vorverzinktem Stahl gefertigt und für Rohrkupplungs-, Cuplok- und Kwikstage-Gerüste erhältlich. Ergänzt wird das Sortiment durch verzinkte Stahlgerüstrohre in mehreren Längen, die auf Anfrage auf Maß zugeschnitten werden, sowie durch Kupplungen und Fußplatten.
Gerüstrohre 48,3 mm mit 4,0 oder 3,2 mm Wandstärke
Beide Gerüstrohre im Sortiment haben denselben Außendurchmesser und bestehen aus verzinktem Stahl. Sie unterscheiden sich in Wandstärke, Stahlgüte und Gewicht, und die Längen reichen bis 6,4 m.
Gerüstrohr 48,3 x 4,0 mm
Das Rohr mit der dickeren Wand ist die klassische Ausführung für das Rohrkupplungsgerüst. Die verzinkten Gerüstrohre 48,3 x 4,0 mm sind die richtige Wahl, wenn Sie einen vorhandenen Bestand ergänzen, beschädigte Rohre ersetzen oder nach einer Statik bauen, die dieses Rohr vorgibt.
Hochfestes Gerüstrohr 48,3 x 3,2 mm
Beim hochfesten Rohr erlaubt die höhere Festigkeit des Stahls eine dünnere Wand, und das Rohr ist dadurch spürbar leichter als das Standardrohr. Die hochfesten Gerüstrohre mit 3,2 mm Wandstärke lohnen sich, wenn Sie einen neuen Bestand aufbauen, viel Material von Hand tragen oder auf dem Lkw Gewicht sparen müssen. Das betrifft vor allem die Instandhaltung in Industrieanlagen, Gerüste in Gebäuden ohne Kranzugang und Baustellen, auf denen lange Rohre über Treppen und durch enge Zugänge getragen werden. Dieses Rohr ist auch in den langen Längen erhältlich, mit denen sich durchgehende Riegel und Geländer mit wenigen Stößen bauen lassen.

Gerüstkupplungen, Schellen und Fußplatten
Welche Kupplung ein Knoten braucht, richtet sich nach dem Winkel, in dem sich die Rohre treffen, und auf der Baustelle heißen diese Verbinder auch Gerüstschellen.
Normalkupplung für rechtwinklige Knoten
Die Normalkupplung verbindet zwei Rohre starr im rechten Winkel, etwa den Riegel mit dem Stiel oder den Querriegel mit dem Längsriegel, und leitet die Last aus dem Belag in die Stiele. Ein Rohrkupplungsgerüst braucht sie in der größten Stückzahl aller Kupplungen. HERMEQ führt die verzinkte, gepresste Normalkupplung, und für Knoten mit hoher Last sind die schweren Gerüstkupplungen ausgelegt.
Drehkupplung für Diagonalen und Aussteifungen
Die Drehkupplung hat zwei gegeneinander drehbare Hälften und verbindet Rohre in jedem Winkel. Sie gehört an die Enden von Diagonalen, in Längs- und Querverbände und an Anschlüsse an schräge Bauteile wie Dachflächen oder Treppenläufe. An rechtwinkligen, tragenden Knoten bleibt die Normalkupplung die richtige Wahl, auch wenn eine Drehkupplung dort ebenfalls angebracht werden könnte.
Stützenkupplungen für Stahlstützen
Das Außenrohr verstellbarer Stahlstützen ist stärker als das Gerüstrohr, deshalb greift eine normale Gerüstkupplung dort nicht sicher. Die Stützenkupplungen haben eine Seite für das Stützenrohr und eine für das Gerüstrohr. Mit der Stützenkupplung im 90-Grad-Winkel werden Stützen über waagerechte Rohre zu einer Reihe verbunden, mit der drehbaren Stützenkupplung über Diagonalen ausgesteift. So verstrebt bilden die Stützen unter Schalungen, bei Deckenabstützungen und bei Abfangungen im Bestand einen ausgesteiften Verband.
Fußplatten für den Lastabtrag
Unter jedem Stiel steht eine Platte, die seine Last auf eine größere Fläche verteilt und das Rohrende in Position hält. Die Gerüst-Fußplatten gibt es in 3 mm für leichte, kurzzeitige Gerüste auf festem Untergrund und in 5 mm für hohe Beanspruchung und häufigen Wiedereinsatz. Auf weichem, unebenem oder nachgiebigem Boden gehört unter die Fußplatte eine lastverteilende Unterlage aus Holz, etwa ein Abschnitt eines Gerüstbretts oder eine Bohle, die bei Bedarf unter zwei Stielen durchläuft. Ziegel, Steine und Hohlblöcke sind als Unterlage ungeeignet, weil sie unter Last brechen können.
Gerüstbretter und Stahlböden für Rohr- und Systemgerüste
Welches Brett auf ein Gerüst gehört, entscheidet das Gerüst selbst: Auf Rohrkupplungsgerüsten liegen Bretter lose auf den Querriegeln, während Systemgerüste Böden brauchen, deren Enden in die Riegel des jeweiligen Systems passen.
Holzgerüstbretter aus Fichte
Das Holzbrett ist der klassische Belag des Rohrkupplungsgerüsts, wird in der zur Feldweite passenden Länge gewählt und am Gerüst auch als Bordbrett gegen herabfallendes Material eingesetzt. Die Holzgerüstbretter aus Fichte tragen eine FSC- und PEFC-Zertifizierung der Lieferkette. Dieser Nachweis wird bei öffentlichen Ausschreibungen und bei Bauvorhaben mit Nachhaltigkeitszertifizierung häufig für das eingesetzte Holz verlangt.
Stahlgerüstbretter für Rohrkupplungsgerüste
Stahlbretter liegen wie Holzbretter auf den Querriegeln, nehmen aber keine Feuchtigkeit auf und faulen nicht. Die Stahlgerüstbretter für Rohrkupplungsgerüste haben eine rutschhemmende Oberfläche. Sie sind die naheliegende Wahl für Gerüste, die lange im Freien stehen, und für Arbeitsbühnen, auf denen geschweißt oder geschnitten wird, weil Stahl nicht brennt.
Stahlböden für Cuplok und Kwikstage
Cuplok und Kwikstage sind Systemgerüste mit festen Feldmaßen, und ihre Stahlböden haben Enden, die in die Riegel des eigenen Systems greifen. Für ein Cuplok-Gerüst sind es die Stahlböden für Cuplok-Gerüste, für ein Kwikstage-Gerüst die Stahlböden für Kwikstage, die ohne lose Beschläge eingelegt werden. Die Länge richtet sich nach dem Feldmaß des vorhandenen Gerüsts, und als lose Bretter auf einem Rohrkupplungsgerüst sind diese Systemböden nicht vorgesehen.
Alu-Stege und Bühnenbretter
Alu-Stege überbrücken größere Spannweiten zwischen zwei Auflagern, wo ein einzelnes Gerüstbrett Zwischenauflager bräuchte. Die Alu-Stege mit Sperrholzbelag haben einen Aluminiumrahmen und eine Decke aus wasserfestem Bootsbausperrholz. Wo am Steg selbst ein Seitenschutz gebraucht wird, gibt es den Alu-Steg mit Geländer mit Handlauf auf einer oder auf beiden Seiten. Alle Bretter und Stege sind auch in der Kategorie Gerüstbretter zusammengestellt.

Rohr und Kupplung für Sonderausbau, Geländer und Instandhaltung
Sonderausbau an Systemgerüsten
Wo Rahmen- und Modulgerüste mit ihren festen Maßen nicht weiterkommen, schließen Rohr und Kupplung die Lücke, etwa an Vorsprüngen, Erkern, Innenecken, Durchgängen und Auskragungen. Die Rohre werden dazu mit Normal- und Drehkupplungen an den Stielen des Systemgerüsts angeschlossen. Für solche Ergänzungen ist ein Vorrat an kurzen und mittleren Rohrlängen mit den passenden Kupplungen praktischer als wenige lange Rohre, die erst gekürzt werden müssen.
Geländer aus Gerüstrohr
Ein Geländer aus Gerüstrohr sichert Dachränder, Deckenkanten und Rampen, an denen kein vollständiges Gerüst steht. Die Rohrbinder für Geländer sind in einfacher und doppelter Ausführung ein Verankerungspunkt für die Handläufe. Die SG4-Handlauffüße gehören zum verzinkten SG4-Geländersystem, unter dem weitergearbeitet werden kann, ohne das Geländer abzubauen. Weitere Systeme für ungesicherte Kanten führt die Kategorie Absturzsicherung.
Instandhaltung, Ladenbau und Bühnen
In Industrieanlagen wird mit Rohr und Kupplung um Rohrleitungen, Behälter und Stahlbau herum gebaut, wo kein Systemmaß passt. Im Ladenbau und beim Innenausbau bilden Alu-Stege auf Böcken oder Gerüsttürmen eine durchgehende Arbeitsfläche über die Raumlänge. In der Bühnen- und Veranstaltungstechnik sind Gerüstrohre das übliche Material für Hilfskonstruktionen, Abspannungen und Geländer, die kurzfristig auf- und wieder abgebaut werden.
Gerüstrohre und Kupplungen richtig kombinieren
Einheitliche Wandstärke im Tragwerk
Ein Gerüst wird auf eine Wandstärke geplant und aus Rohren dieser Wandstärke gebaut, weil Statik und Regelausführung von einem bestimmten Rohr ausgehen. Da sich das Standardrohr und das hochfeste Rohr von außen kaum unterscheiden, werden beide Typen im Lager getrennt gehalten und an den Rohrenden gekennzeichnet. Auf der Baustelle ist so auf einen Blick zu erkennen, welches Rohr in welches Tragwerk gehört.
Rohrlängen und Kupplungsbedarf planen
Der Materialbedarf ergibt sich aus der Planskizze: Jeder Anschluss eines Riegels an einen Stiel ist eine Normalkupplung, jedes Diagonalende eine Drehkupplung, und unter jeden Stiel kommt eine Fußplatte. Rohrlängen werden so gewählt, dass sie das Feld mit etwas Überstand über die Kupplung hinaus überspannen und möglichst wenige Stöße in Stielen und Riegeln entstehen. Eine Reserve an Kupplungen für Geländer, Aussteifungen und spätere Änderungen gehört in jede Bestellung.

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