Schutz von unterirdischen Versorgungsleitungen
Für den Schutz erdverlegter Leitungen liefert HERMEQ ein vollständiges Sortiment, mit dem Versorgungsleitungen in Bau- und Infrastrukturprojekten gesichert und gekennzeichnet werden. Versorgungsunternehmen, Tiefbauer und Bauingenieure setzen es ein, damit Strom-, Gas-, Wasser-, Glasfaser- und Abwasserleitungen bei späteren Erdarbeiten nicht beschädigt werden und ihr Verlauf auch nach Jahren noch auffindbar ist.
Das Sortiment umfasst Trassenwarnband, Ortungsband und Warnnetz für die Verfüllung, bewehrte Kabelschutzplatten aus Beton als mechanische Barriere über der Leitung sowie Markierungspfosten und Markierungsblöcke aus Beton, mit denen die Trasse an der Oberfläche gekennzeichnet wird.
Schutz erdverlegter Leitungen vom Graben bis zur Oberfläche
Eine erdverlegte Leitung wird auf drei Ebenen geschützt, die zusammen ein System bilden: Warnband und Warnnetz liegen in der Verfüllung und warnen den Baggerfahrer, Schutzplatten liegen über der Leitung und nehmen Schläge und Lasten auf, und Pfosten und Merksteine zeigen den Verlauf an der Oberfläche.
Warnband für unterirdische Leitungen
Das Trassenwarnband für Gas, Wasser und Kabel ist eine nicht klebende, bedruckte Kunststofffolie, die beim Verfüllen des Grabens über der Leitung eingelegt wird. Trifft der Baggerlöffel bei späteren Arbeiten auf das Band, liegt der Hinweis auf die Leitung frei, bevor die Leitung selbst erreicht ist. Es ist die Grundausstattung jeder Trasse, auf der eine optische Warnung genügt.
Unterirdisches Warnband mit Stahldraht
Das Ortungsband mit Edelstahldraht ist ein Warnband mit eingearbeitetem Spürdraht, im Handel auch als detektierbares Warnband oder Warnband mit Drahteinlage bekannt. Es warnt beim Aufgraben wie ein einfaches Band und lässt sich vorher von der Oberfläche aus orten. In der Ausführung für Stromkabel ist es die Wahl für Kabeltrassen, die später wiedergefunden werden müssen.
Kabelschutz-Warnnetz
Das Kabelwarnnetz aus Polyethylen ist ein auffälliges Warngitter aus hochfestem Kunststoff, das in der Verfüllung über Kabeln ausgerollt wird. Es warnt Baggerfahrer und Bauarbeiter auf dieselbe Weise wie ein Band, als Netz statt als Folie. Gewählt wird es dort, wo das Leistungsverzeichnis ein Warnnetz oder Trassenwarngitter vorsieht.
Detektierbares Warnnetz mit Suchdraht
Das detektierbare Warnnetz mit Suchdraht verbindet ein Warnnetz in der Verfüllung mit einem Draht, der sich von oben orten lässt. Es ist mit Aufdruck für alle gängigen Sparten erhältlich.
Kabelschutzplatten aus Beton
Kabelschutzplatten aus Beton sind beidseitig mit einem Bewehrungsnetz verstärkte Fertigteilplatten, die über Gasleitungen, Stromkabeln und Wasserrohren verlegt werden. Sie sind die mechanische Schutzschicht der Trasse: Eine Baggerschaufel trifft zuerst auf Beton, und Lasten von Verkehr und Maschinen liegen auf der Platte statt auf dem Rohr. Sie werden gewählt, wo eine Warnung allein nicht reicht, weil die Leitung flach liegt oder über ihr gefahren wird.
Betonmarkierungspfosten und Hydrantenpfosten
Betonmarkierungspfosten für Stromkabel, im Tiefbau auch Trassenpfähle oder Markierungspfähle genannt, stehen aus dem Boden heraus und zeigen den Verlauf einer Kabeltrasse schon von Weitem. Hydrantenpfosten aus Beton gibt es in mehreren Höhen, und sie markieren die Lage von Unterflurhydranten, die unter Bewuchs, Schnee oder abgestellten Fahrzeugen schwer zu finden sind.
Markierungsblöcke aus Beton
Markierungsblöcke aus Beton, in der Praxis Kabelmerksteine oder Trassenmerksteine genannt, tragen die Sparte als Aufdruck und werden bodengleich gesetzt. Sie kennzeichnen den Verlauf dort, wo ein Pfosten stören würde.

Trassenwarnband oder Ortungsband
Ein einfaches Trassenwarnband und das Kabelwarnnetz warnen erst in dem Moment, in dem der Baggerlöffel sie freilegt. Ortungsband und Warnnetz mit Suchdraht warnen auf dieselbe Weise, lassen sich aber schon vor dem Aufgraben von der Oberfläche aus finden: Ein Signalgenerator wie der Genny4 Signalgenerator wird an ein zugängliches Ende des Edelstahldrahts angeschlossen, und ein Kabelortungsgerät CAT4 folgt dem Signal entlang der Trasse.
Diese Ortbarkeit zählt vor allem über Kunststoffrohren für Wasser, Gas und Abwasser sowie über Glasfaserkabeln ohne metallische Bestandteile, denn solche Leitungen kann ein Ortungsgerät allein nicht erfassen. Die detektierbare Ausführung ist deshalb richtig über nichtmetallischen Leitungen und auf Trassen, an denen in den kommenden Jahren erneut gegraben wird, etwa in Neubaugebieten, entlang von Straßen oder auf Werksgeländen. Damit der Draht später angeschlossen werden kann, sollten seine Enden beim Verlegen in einem Schacht, unter einer Armaturenhaube oder an einem anderen Anschlusspunkt zugänglich bleiben.
Ein visuelles Trassenwarnband ohne Draht genügt dort, wo die Leitung eingemessen und im Bestandsplan dokumentiert ist und der Netzbetreiber oder das Leistungsverzeichnis nur eine optische Warnung verlangt.
Warnband und Warnnetz für Strom, Gas, Wasser und Glasfaser
Der Aufdruck auf Band, Netz und Merkstein benennt die Leitung darunter, deshalb wird die Ausführung nach dem Medium gewählt, das verlegt wird, und nicht ein allgemeines "Achtung Kabel" für jede Trasse.
Stromkabel und Hochspannung
Für Stromkabel führt HERMEQ das Ortungsband mit Kabelaufdruck, das Warnnetz für Stromkabel mit Suchdraht, das es auch in einer Ausführung für Kabel der Straßenbeleuchtung gibt, sowie die Betonmarkierungspfosten. Hochspannungstrassen werden an der Oberfläche mit Markierungsblöcken mit Hochspannungsaufdruck gekennzeichnet, damit die Spannungsebene bei späteren Arbeiten schon vor dem Aufgraben erkennbar ist.
Gasleitungen
Gasleitungen erhalten das Trassenwarnband mit Gasaufdruck oder das Gaswarnnetz mit Suchdraht, an der Oberfläche dazu Markierungsblöcke mit Gasaufdruck. Da Gasleitungen im Verteilnetz häufig aus Kunststoff verlegt werden, ist hier oft die detektierbare Ausführung die passende.
Wasserleitungen und Hydranten
Für Trinkwasserleitungen gibt es das Trassenwarnband mit Wasseraufdruck, das Warnnetz für Wasserleitungen mit Suchdraht und Markierungsblöcke mit Wasseraufdruck. Die Hydranten am Netz werden mit den Hydrantenpfosten aus Beton angezeigt.
Glasfaser und Telekommunikation
Für Fernmelde- und Glasfaserkabel ist das Trassenwarnband mit dem jeweiligen Aufdruck erhältlich, für Glasfasertrassen außerdem das detektierbare Warnnetz mit Glasfaseraufdruck. Direkt über dem Kabel kann die Kabelschutzrolle für Glasfaser liegen.
Abwasser und Kanal
Schmutzwasserleitungen werden mit dem Trassenwarnband mit Kanalaufdruck oder mit dem Kanalwarnnetz mit Suchdraht gekennzeichnet. Für Hausanschlüsse und Kanäle aus Kunststoff oder Steinzeug ist das Kanalwarnnetz die Ausführung, mit der sich ihr Verlauf später orten lässt.

Leitungen unter Fahrwegen, im Gelände und in offenen Gräben
Die Lage der Trasse bestimmt, welcher Schutz zur Warnung im Erdreich hinzukommt.
Trassen unter Baustraßen und Zufahrten
Wo Fahrzeuge und Baumaschinen über erdverlegte Gas-, Strom- oder Wasserleitungen fahren, gehören die Kabelschutzplatten aus Beton über die Leitung. Sie werden lückenlos über die gesamte Breite der Querung verlegt und an beiden Seiten etwas darüber hinaus, damit auch die Räder am Rand der Fahrspur über der Platte laufen. Führt eine Baustraße auf weichem Boden längs der Trasse, verteilen Bodenschutzmatten die Last der Fahrzeuge an der Oberfläche.
Trassen in Feld, Grünfläche und Außenbereich
Eine Trasse durch Felder, Bankette oder unbebautes Gelände muss von oben wiederzufinden sein, auch wenn Pläne fehlen oder Bezugspunkte verschwunden sind. Markierungspfosten werden an Feldrändern, Zäunen und Grundstücksgrenzen gesetzt, wo sie die Bewirtschaftung nicht behindern, und Markierungsblöcke kommen in Grünflächen, Wege und Bankette, über die ein Mäher fährt. Beide gehören an Richtungswechsel, Abzweige und Querungen, weil der Verlauf dort von der geraden Linie abweicht.
Freiliegende Kabel während der Bauphase
Solange Kabel offen über den Boden laufen, schützen Kabelabdeckungen für freiliegende Kabel sie vor Stößen und machen sie auf der Baustelle sichtbar. Wo Fahrzeuge oder Fußgänger eine Kabel- oder Schlauchleitung kreuzen, wird die Kabelschutzrampe für Kabel und Schläuche darübergelegt. Muss ein offener Graben befahren werden, überbrücken Fahrbahnplatten ihn bis zur Verfüllung.
Kabelschutzhauben, Kabelortung und Zubehör
Zum Zubehör gehören Schutzprodukte, die unmittelbar auf dem Kabel liegen, und die Geräte, mit denen der Aushubbereich vor Arbeitsbeginn geprüft wird.
Kabelschutzhauben und Kabelschutzrollen
Die Kabelschutzhaube aus Recyclingkunststoff wird als Kabelabdeckplatte direkt über das Kabel gelegt und hält Schlägen bei der Handschachtung stand. Sie ist wasserdicht und verrottungsbeständig, nach ENA TS 12-23 und EN 12613 geprüft und wird auch über Hochspannungskabeln eingesetzt. Die Kabelschutzrolle für Stromkabel ist eine breite, bedruckte Schutzbahn, die das Kabel abdeckt und mehr mechanischen Schutz gibt als ein Warnband. Für Glasfasertrassen gibt es die Kabelschutzrolle für Glasfaserkabel.
Kabelortungsgeräte CAT4, CAT4+ und gCAT4+
Die Ortungsgeräte von Radiodetection prüfen den Aushubbereich vor dem ersten Spatenstich auf Leitungen, wobei das CAT4 das Standardmodell ist. Der CAT4+ mit Tiefenmessung zeigt außerdem die ungefähre Tiefe der georteten Leitung an. Das gCAT4+ Kabel- und Rohrortungsgerät prüft in einem Durchgang auf Strom-, Radio- und Genny-Signale, ergänzt die gespeicherten Daten um den GPS-Standort und überträgt sie per Bluetooth.
Genny4 Signalgenerator
Der Genny4 speist ein Ortungssignal auf zwei Frequenzen gleichzeitig ein und ist auf die CAT4-Reihe abgestimmt. Mit ihm wird eine einzelne Leitung gezielt verfolgt, auch wenn mehrere Sparten nebeneinander im selben Graben liegen.

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