Gabionenkörbe
HERMEQ liefert Gabionenkörbe für Bodenstabilisierung, Erosionsschutz und Landschaftsbau auf Baustellen, an Infrastrukturprojekten und auf Gewerbeflächen. Die Drahtgitterkörbe bestehen aus Stahldrähten, die an jedem Kreuzungspunkt zu quadratischen Maschen verschweißt sind, und sind in mehreren Größen und Drahtstärken erhältlich. Eingesetzt werden die Steinkörbe für Stützmauern, Hangbefestigungen und Grundstücksgrenzen, für Ufer und Feuchtgebiete ergänzen Gabionen-Steinrollen das Sortiment. Als Module lassen sich die Körbe zu Wänden reihen und stapeln, für temporäre ebenso wie für dauerhafte Bauwerke. Weil das geschweißte Gitter steif ist, behält der Korb beim Befüllen seine Form, und die Sichtflächen bleiben eben.
Schweißgitter-Gabionen und Gabionen-Steinrollen
Der starre Schweißgitterkorb ist das Format für Wände, Terrassen und Verkleidungen, die Steinrolle das Format für nasse Ufer und Böschungsfüße, an denen fließendes Wasser den Boden abträgt.
Geschweißte Drahtgitter-Gabionen
Der quaderförmige Korb ist das Format für Stützmauern, Hangterrassen, Sichtwände und Grenzmauern mit gerader Flucht, denn die Körbe lassen sich auf Maß setzen und ergeben eine geschlossene Steinfront. Die Schweißgitter-Gabionen sind deshalb die Wahl, sobald ein Bauwerk eine definierte Form, eine bestimmte Höhe oder eine sichtbare Steinfront haben soll.
Gabionen-Steinrollen für Ufer und Feuchtgebiete
Die Steinrolle ist eine langgestreckte, dauerhaft verbaute Gabione, die am Fuß von Ufern, Gräben und Böschungen in nassem Boden liegt und dort Erosion und Ausspülungen aufhält. Sie ist zugleich das Auflager für Kokoswalzen, Kokospaletten oder Rasensoden, und die Wurzeln der Pflanzen wachsen rasch in die Hohlräume zwischen den Steinen ein. Auf diese Weise verbindet sich die Rolle mit der Böschung und stützt das Ufer langfristig. Die Gabionen-Steinrollen für den Erosionsschutz sind die Wahl für naturnahen Uferverbau, bei dem die Befestigung bewachsen soll und kein Wandkörper Erddruck aufnehmen muss.

Gabionen für Hangsicherung, Stützmauern und Erosionsschutz
Stützmauern und Hangbefestigung
Eine Gabionen-Stützmauer ist eine Schwergewichtsmauer, die den Hang mit dem Gewicht ihrer Steinfüllung hält, und weil Sickerwasser durch die Füllung abläuft, staut sich hinter ihr weniger Wasser als hinter einer geschlossenen Betonwand. Die Fußlage trägt die gesamte Wand, bei höheren Mauern wird sie deshalb breiter angelegt, etwa mit langen Körben, die quer zum Hang stehen. Jede weitere Lage wird um ein Stück zum Hang hin zurückgesetzt, sodass die Wand leicht gegen das Erdreich geneigt steht. Hangterrassen folgen demselben Prinzip in einzelnen Stufen mit jeweils eigener Gründung. Ihre Stützwirkung erreicht die Wand erst, wenn sie gefüllt und hinterfüllt ist: Muss ein Geländesprung oder eine Baugrube schon während des Aushubs gehalten werden, übernehmen das Spundwände und Verbausysteme.
Ufer- und Böschungsschutz gegen Erosion
Am Gewässer greift die Erosion zuerst am Böschungsfuß an, an der Wasserlinie und am Prallhang, wo die Strömung auf das Ufer trifft. Dort wird die Steinrolle in einen flachen Graben gebettet, bevor die Begrünung auf ihr aufgebaut wird. An steileren Böschungen, Durchlässen und Grabenkanten lassen sich beide Formate kombinieren: Die Steinrolle sichert den Fuß gegen Auskolkung, darüber halten Gabionenkörbe den Hang oberhalb der Wasserlinie. Für Arbeiten im Gewässer gelten die Auflagen der Wasserbehörde, die vor Baubeginn geklärt sein müssen.
Lärmschutzwände, Fassaden und Grundstücksgrenzen
Bei freistehenden Wänden und Verkleidungen ist die Ansichtsfläche das eigentliche Bauwerk, deshalb wird für die gesamte Flucht ein einheitlicher Füllstein aus einer Lieferung bestellt, damit Farbe und Korn nicht wechseln. Für Lärmschutzwände zählen die Masse der Füllung und eine geschlossene Wand ohne Lücken bis zum Boden. Gabionen als Fassadenverkleidung stehen vor der tragenden Wand und werden an ihr verankert, ohne ihr Last aufzubürden. An Grundstücksgrenzen und Geländekanten auf Gewerbeflächen reicht häufig eine einzige Lage niedriger Körbe.
Drahtstärke, Korbmaß und Füllung der Gabionenkörbe
Drahtstärke nach Höhe und Belastung
Das Sortiment beginnt bei 3 mm Draht, und die Drahtstärke richtet sich nach der Last, die der einzelne Korb in der Wand trägt. Die leichtere Drahtstärke ist für einlagige, niedrige Wände, Grenzreihen, Beeteinfassungen und Verkleidungen gedacht, bei denen der Korb vor allem seine eigene Füllung hält. Die schwerere Drahtstärke gehört in gestapelte Stützmauern, in die unteren Lagen, die das Gewicht der oberen aufnehmen, in Wände mit grober, schwerer Füllung und an exponierte Standorte an Straßen, am Wasser oder dort, wo Maschinen an die Wand heranfahren. Eine Wand kann beide kombinieren, mit den schweren Körben in den tragenden Lagen.
Korbmaße und Wandraster
Die Körbe folgen einem Raster aus Längen von rund 1 m und 2 m bei gleicher Breite, jeweils in einer niedrigen und einer vollen Höhe. Damit lässt sich eine Wand vorab im Raster planen: Lange Körbe bilden den Wandkörper und sparen Stöße, kurze schließen an Ecken, Enden und Pfeilern an. Niedrige Körbe dienen als Ausgleichslage über dem Planum oder als Abdecklage, mit der die Wand eine Zwischenhöhe erreicht, während volle Körbe die Höhe in wenigen Lagen aufbauen. Wer Länge und Höhe der Wand auf dieses Raster abstimmt, muss vor Ort keine Körbe kürzen.
Füllmaterial und Maschenweite
Als Füllung eignen sich frostbeständige, gebrochene Natursteine wie Granit, Basalt, Grauwacke oder harter Kalkstein, denn kantiger Bruchstein verkeilt sich im Korb und setzt sich weniger als runder Kies. Jeder Stein muss deutlich größer sein als die Maschenöffnung, damit er nicht durch das Gitter fällt, und Feinanteile, Erde oder Bauschutt gehören nicht in den Korb. Am Wasser kommt nur Stein in Frage, der auch dauerhaft nass nicht zerfällt. Im Kern kann ein kleineres Korn als an der Sichtseite liegen, solange es die Maschen nicht passiert.

Gabionen aufstellen: Untergrund, Befüllen und Stapeln
Planum und Gründung
Jede Gabionenwand steht auf einem ebenen, verdichteten Planum über tragfähigem Boden, für das Mutterboden, Auffüllungen und weiche Schichten bis auf den gewachsenen Boden ausgehoben und durch verdichteten Schotter ersetzt werden. Niedrigen, einlagigen Wänden genügt meist ein Schotterbett, während höhere Stützmauern und Wände auf weichem oder geneigtem Untergrund eine bemessene Gründung erhalten. Am Fuß einer Stützmauer leitet eine Drainage das Sickerwasser aus dem Hang ab. Prüfen Sie vor der Bestellung die Tragfähigkeit des Baugrunds und ob die Wand statisch bemessen werden muss, weil beides Korbanzahl und Drahtstärke bestimmt.
Befüllen in Lagen
Die Körbe werden in mehreren Lagen befüllt, damit sich die Füllung gleichmäßig setzt und die Seitenflächen eben bleiben. An der Sichtseite werden die Steine von Hand gesetzt, mit der flachsten Seite nach außen, den Kern kann ein Bagger schütten. Für die Zufahrt an weichen Böschungen und Ufern verteilen Baggermatten die Last von Bagger und Dumper, für leichteres Gerät und Fußwege eignen sich Bodenschutzmatten.
Körbe verbinden und stapeln
Benachbarte Körbe werden vor dem Befüllen an allen Stoßkanten miteinander verbunden, damit die Reihe als ein zusammenhängendes Bauwerk trägt. In der nächsten Lage werden die Stöße wie im Mauerwerksverband versetzt, sodass keine durchgehende senkrechte Fuge entsteht, und jede Lage wird mit der darunter verbunden. Die Hinterfüllung wächst lagenweise mit der Wand und wird verdichtet, ohne dass schweres Verdichtungsgerät direkt an der Korbrückseite arbeitet.
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