Betonkübel
Betonkübel von HERMEQ nehmen Frischbeton am Fahrmischer auf und bringen ihn kontrolliert an die Einbaustelle, in die Schalung, ins Fundament oder auf die Bodenplatte. Das Sortiment umfasst kranbare Betonkübel und Betonsilos, darunter den Twinflow Betonverteiler, den horizontalen Coneflow-Silo mit Seitenauslass und den Präzisions-Betonsilo mit Schlauch, dazu einen Betonkübel für Bagger und einen Betonierbehälter für Gabelstapler. Jede Bauform ist auf eine andere Art des Betonierens und eine andere Baustellensituation ausgelegt. Über einen steuerbaren Auslauf gibt der Kübel den Beton genau dort ab, wo er eingebaut wird.
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Betonkübel und Betonsilos nach Bauform
Die Bauformen im Sortiment unterscheiden sich darin, ob ein Kran, ein Bagger oder ein Gabelstapler den Kübel hebt, und auf welchem Weg der Beton den Behälter verlässt.
Twinflow Betonverteiler
Der Twinflow Betonverteiler ist der Allzweckkübel des Sortiments für den Kran. Er bringt große Mengen bei Massenbetonagen ebenso ein wie Beton, der genau in eine Schalung gesetzt werden muss. Betriebe, die mit dem Kran wechselnde Bauteile betonieren, von der Bodenplatte bis zur Wand, und dafür einen einzigen Kübel vorhalten wollen, wählen diese Bauform.
Horizontaler Betonsilo mit Seitenauslass
Der horizontale Betonsilo mit Seitenauslass hat eine liegende, runde Form und gibt den Beton zur Seite ab. Der Kranführer kann den Silo dadurch tief über Bodenplatten, Decken und offene Schalungen führen, während der Beton seitlich in den Einbaubereich läuft. Der Silo ist in schwerer Ausführung gebaut und reicht bis zu den größten Volumen des Sortiments, er ist deshalb die Wahl für flächige Betonagen mit hohem Tagesvolumen.
Präzisions-Betonsilo mit Schlauch
Der Präzisions-Betonsilo mit Schlauch ist für das Betonieren in Schalungen gebaut. Der Schlauch am Auslauf lässt sich zwischen Schalungstafeln und Bewehrung einführen, sodass der Beton dicht an der Einbaustelle austritt. Diese Bauform wählen Hochbau- und Ingenieurbaubetriebe für Wände, Stützen und schmale Schalungen, bei denen jede Füllung an einer bestimmten Stelle ankommen muss.
Betonkübel für Bagger
Der Betonkübel für Bagger macht den Bagger, der für den Aushub ohnehin auf der Baustelle steht, zum Betoniergerät. Er übernimmt den Beton am Fahrmischer und bringt ihn in Gräben, Baugruben und Fundamente, in die der Mischer selbst nicht hineinreicht.
Betonierbehälter für Gabelstapler
Der Betonierbehälter für Gabelstapler ist ein niedriger, quadratischer Behälter mit seitlichem Auslauf, den die Gabelzinken eines Staplers oder ein Hubwagen aufnehmen. Er ist für kleinere Mengen und Einbaustellen auf Bodenhöhe gedacht, an denen kein Kran zur Verfügung steht. Fertigteilwerke, Betriebshöfe und Ausbaugewerke setzen ihn ein, wenn Beton über kurze Wege von der Übergabestelle zum Bauteil gefahren wird.

Am Kran, am Bagger oder am Gabelstapler
Die Maschine, die auf der Baustelle bereitsteht, legt die Bauform fest, noch bevor Volumen oder Auslauf eine Rolle spielen. Kranbare Betonkübel sind die Wahl auf Hochbaustellen mit Turmdrehkran oder Mobilkran: Der Kran hebt den Kübel über Gerüste und Schalungen, erreicht Decken und obere Geschosse und deckt mit seiner Ausladung die gesamte Baufläche ab, ohne dass am Boden ein Fahrweg frei bleiben muss. Steht kein Kran, aber ein Bagger für den Aushub bereit, übernimmt der Betonkübel für Bagger die Fahrt vom Fahrmischer zur Einbaustelle. Der Bagger arbeitet in Höhe und Reichweite seines Auslegers, also bodennah und im Umkreis seines Standorts, und setzt zwischen den Abschnitten eines Streifenfundaments oder eines Grabens um. Auf weichem oder nassem Untergrund geben Baggermatten dem Gerät einen tragfähigen Stand. Der Betonierbehälter für Gabelstapler gehört auf Höfe, Werksgelände, in Hallen und auf kleinere Baustellen, auf denen ein Stapler oder Hubwagen vorhanden ist. Er braucht befestigte, ebene Fahrwege, auf denen das beladene Gerät sicher fahren und wenden kann.
Bedienung und Volumen
Die Bedienung richtet sich danach, wie fein der Beton dosiert werden muss, das Volumen danach, was das Hebegerät gefüllt tragen kann.
Hebel oder Getriebe
Mit der Hebelbetätigung öffnet der Bediener den Verschluss direkt und mit einer Bewegung. Das genügt, wenn der Kübel zügig in eine Bodenplatte, ein Fundament oder eine breite Schalung entleert wird, und so wird auch der Betonierbehälter für Gabelstapler bedient. Eine Getriebebetätigung übersetzt die Kraft des Bedieners in kleine Schritte: Der Verschluss lässt sich langsam öffnen, in jeder Stellung halten und auch bei vollem Kübel mit wenig Kraftaufwand bewegen. Diese feine Dosierung zahlt sich in Wandschalungen, an dichter Bewehrung und überall dort aus, wo der Beton portionsweise eingebracht wird. Der Twinflow Betonverteiler ist mit Hebel oder mit Getriebe erhältlich, der horizontale Betonsilo ist mit Getriebe ausgestattet.
Volumen und Gewicht am Haken
Die Kübel im Sortiment fassen von 500 bis 2000 Liter. Große Kübel leeren den Fahrmischer in wenigen Fahrten und passen zu Bodenplatten und Fundamenten, kleinere Füllungen lassen sich in Wänden und Stützen besser portionieren. Der Kübel sollte außerdem zur Kolonne passen, die den Beton verteilt und verdichtet, und zum Takt, in dem die Fahrmischer anliefern, damit weder Mischer noch Einbaumannschaft warten. Vor dem Kauf steht eine Rechnung: Am Haken hängt das Eigengewicht des Kübels plus der Beton, und ein Kubikmeter Frischbeton wiegt rund 2,4 Tonnen. Diese Summe muss die Lasttabelle des Krans bei der Ausladung an der entferntesten Einbaustelle abdecken, beim Bagger dessen zulässige Hublast. Reicht die Tragfähigkeit dort nicht für den vollen Kübel, ist die nächstkleinere Größe die richtige Wahl.

Betonieren in Schalungen, Fundamenten und auf engen Baustellen
Wände und Stützen in der Schalung
Hohe, schmale Schalungen verlangen, dass der Beton dicht an seinem Einbauort ankommt. Fällt er frei aus großer Höhe, entmischt er sich: Die grobe Gesteinskörnung sammelt sich unten, und an der Schalungsfläche entstehen Kiesnester. Der Schlauchauslauf führt den Beton zwischen der Bewehrung bis dicht über die zuletzt eingebaute Lage, und der Kübel wird lagenweise entleert, damit jede Lage verdichtet ist, bevor die nächste folgt.
Fundamente und Bodenplatten
Bei Fundamenten und Bodenplatten wird viel Beton in einem Zug eingebaut, und die Tagesleistung hängt an der Umlaufzeit zwischen Fahrmischer und Einbaustelle. Ein fester Übergabeplatz für den Mischer in Reichweite von Kran oder Bagger und ein Auslauf, der sich vollständig öffnen lässt, verkürzen jede Fahrt. Vor dem ersten Kübel sind die Randabschalungen gesetzt und ausgerichtet. Auch der Bewehrungsstahl ist verlegt und abgenommen, denn während einer durchgehenden Betonage bleibt keine Zeit für Nacharbeit.
Kleine Mengen auf beengten Baustellen
In Innenhöfen, Baulücken, Hallen und bei Umbauten fehlt häufig der Platz für einen Kran, und der Fahrmischer kommt nicht bis an die Einbaustelle heran. Gearbeitet wird dann mit kleinen, häufigen Ladungen: Ein niedriger Behälter wird auf Bodenhöhe über die Rinne des Mischers gefüllt und mit Stapler oder Hubwagen durch Tore und enge Zufahrten gefahren. Die Einbaustelle sollte so liegen, dass der seitliche Auslauf an die Schalung oder das Bauteil heranreicht.
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