Viehgitter
Viehgitter von HERMEQ lassen Fahrzeuge ohne Halt über die Grenze einer Weide oder eines Geländes fahren und halten zugleich Nutz- und Wildtiere wie Rinder, Schafe, Ziegen oder Hirsche zurück. Sie sind eine Alternative zum Weidetor und werden auf landwirtschaftlichen Betrieben, an Zufahrtswegen sowie in Forst- und Wildschutzgebieten eingebaut. Das Gitter ist vollständig verzinkt und in vier Tragfähigkeiten von 10 bis 40 Tonnen erhältlich, für Transporter, landwirtschaftliche Fahrzeuge und schwere Maschinen.
Viehgitter nach Tragfähigkeit: 10 bis 40 Tonnen
Die richtige Tragfähigkeit ergibt sich aus dem schwersten Fahrzeug, das während der gesamten Nutzungsdauer über das Gitter fahren wird, etwa dem gefüllten Güllefass, der Erntemaschine, der Holzabfuhr oder dem Lieferverkehr, und nicht aus dem Schlepper, der heute auf dem Hof steht. Da sich die Tragklasse eines eingebauten Gitters nur mit einem Umbau von Grube und Auflager ändern lässt, lohnt der Blick auf die Fahrzeuge der kommenden Jahre.
Das verzinkte Viehgitter ist in vier Tragklassen erhältlich. Die Klasse mit 10 Tonnen eignet sich für Zufahrten, über die vor allem PKW, Transporter und kleine Hofschlepper fahren, etwa Wohnhauszufahrten auf der Hofstelle, Pferdekoppeln und Nebenflächen, die von schwerer Technik nicht angefahren werden. Die Klasse mit 20 Tonnen ist auf den Alltag mit Schleppern mit Anhänger und Hofladern zugeschnitten und dort richtig, wo auch künftig keine größere Technik über die Zufahrt kommt.
Für große Schlepper mit gefülltem Güllefass, Mähdrescher und beladene Erntewagen, wie sie Lohnunternehmer in der Saison einsetzen, ist die Klasse mit 30 Tonnen gedacht, also für Betriebe, deren Flächen in der Ernte von fremder Großtechnik angefahren werden. Die Klasse mit 40 Tonnen trägt Schwerlastverkehr wie Sattelzüge mit Futter, Dünger oder Baustoffen, Baustellenfahrzeuge und den Verkehr auf Wirtschaftswegen, die auch öffentlich befahren werden. Wo nicht absehbar ist, welche Fahrzeuge die Zufahrt in einigen Jahren nutzen, hat sie die größte Reserve.

Viehgitter oder Weidetor
Ein Viehgitter ist die bessere Wahl an Durchfahrten, die mehrmals täglich befahren werden. Fahrer müssen weder anhalten noch aussteigen, um ein Tor zu öffnen und wieder zu schließen, und es gibt kein Tor, das nach einer Durchfahrt versehentlich offen bleibt. Das Gitter selbst hat keine beweglichen Teile, an denen sich im Dauerbetrieb etwas verstellen kann.
Ein Weidetor ist richtig, wo Tiere über die Grenze getrieben werden sollen, etwa beim Umtrieb auf eine neue Fläche oder auf dem Weg zum Stall, denn über ein Viehgitter lässt sich eine Herde nicht führen. Auch an Zugängen, die nur wenige Male im Jahr genutzt werden, genügt ein Tor. Viele Zufahrten kombinieren deshalb beides: Das Gitter liegt in der Fahrspur, daneben sitzt ein Tor für den Viehtrieb und für Fußgänger. Für diesen Seitendurchgang führt HERMEQ passende Weidetore in einer eigenen Kategorie.
Weiderost und Wildgitter im Einsatz
Welche Tragklasse und welche Anschlüsse ein Gitter braucht, hängt davon ab, wer an dem jeweiligen Standort darüberfährt und welche Tiere es zurückhalten soll.
Hofzufahrten und Zufahrtsstraßen
An der Hofzufahrt fährt der meiste Verkehr, und ein großer Teil davon kommt nicht vom eigenen Betrieb: Milchsammelwagen, Futtermittellieferungen, Tierarzt, Paketdienste und Besucher überqueren dasselbe Gitter. Maßgeblich für die Tragklasse ist hier das schwerste Lieferfahrzeug. Das Gitter wird am besten auf einem geraden Abschnitt der Zufahrt eingebaut, damit auch lange Fahrzeuge es in Fahrtrichtung und nicht mit eingeschlagenen Rädern überfahren.
Feldwege zwischen Weideflächen
Zwischen benachbarten Weiden mit Rindern, Schafen oder Ziegen ersetzt ein Weiderost das Tor im Feldweg, sodass Schlepper mit Mähwerk, Schwader oder Presse von Fläche zu Fläche durchfahren. Für die Tragklasse zählt hier die schwerste Erntetechnik der Saison und nicht der tägliche Verkehr. Auf Feldwegen ohne festen Unterbau lastet beim Auffahren viel Gewicht auf dem Übergang zum Gitter, deshalb wird der Weg beiderseits der Grube befestigt.
Wildgitter für Forst und Wildschutzgebiete
Im Forst heißt dasselbe Gitter Wildgitter oder Wildsperre. Es hält Hirsche und anderes Wild in einem Gatter oder Wildgehege und von Aufforstungen, Schutzflächen und eingezäunten Kulturen fern, während die Forstwege befahrbar bleiben. Den Ausschlag für die Tragklasse gibt im Wald die Holzabfuhr mit beladenen Lkw und Rückezügen, weshalb die Wahl dort meist auf die oberen Klassen fällt.

Viehgitter im Boden einbauen
Ob ein Viehgitter Tiere dauerhaft zurückhält und die geplanten Lasten trägt, hängt ebenso von der Grube darunter und dem Zaun daneben ab wie vom Gitter selbst.
Grube und Fundament
Das Gitter überspannt eine Grube, deren Wände und Sohle das Gewicht jedes Fahrzeugs in den Boden abtragen. Wände und Auflager werden deshalb für dieselbe Tragklasse bemessen wie das Gitter. Üblich sind gegossene Betonwände oder Betonfertigteile auf einem frostfrei gegründeten Fundament, und die Tiefe wird so gewählt, dass Tiere mit den Beinen nicht bis zur Sohle reichen. Für Schwerlastverkehr empfiehlt sich die Bemessung des Fundaments durch einen Tragwerksplaner.
Entwässerung der Grube
Regenwasser, Schlamm und Laub sammeln sich in der Grube. Steht sie voll Wasser oder ist sie bis unter das Gitter mit Erde gefüllt, verliert sie ihre abschreckende Wirkung, und im Winter kann das Wasser gefrieren. Eine Sohle mit Gefälle zu einem Ablauf, der in einen Graben, eine Drainageleitung oder einen Sickerschacht führt, hält die Grube trocken. Auf undurchlässigem Boden und in Senken gehört die Entwässerung von Anfang an in die Planung.
Ausstieg für Kleintiere
Igel, Kröten, Frösche und Mäuse fallen zwischen den Stäben in die Grube und kommen an einer senkrechten Wand nicht mehr heraus. Eine Ausstiegsrampe in einer Ecke der Grube, aus rauem Beton oder Gitterblech mit flacher Neigung bis zur Geländeoberkante, lässt sie wieder hinausklettern. In der Nähe von Gewässern, Hecken und Waldrändern, wo viele Amphibien wandern, ist eine solche Rampe besonders angebracht.
Anschluss an Zaun und Tor
Schon eine schmale Lücke zwischen Gitterrand und Zaunpfosten genügt Rindern, Schafen oder Wild, um das Gitter zu umgehen. Auf beiden Seiten schließen deshalb Flügelzäune dicht an den Gitterrahmen an und führen bis zum bestehenden Weidezaun, in derselben Höhe und Bauart. Wo ein Seitentor vorgesehen ist, bildet dessen Pfosten das eine Ende des Flügelzauns. Für diese Anschlüsse eignen sich die landwirtschaftlichen Zäune im Sortiment von HERMEQ.
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