Geomembranen

Eine Geomembran ist eine undurchlässige Dichtungsbahn, mit der im Erd-, Wasser- und Deponiebau Flüssigkeiten zurückgehalten, Sickerwege gesteuert und Boden und Grundwasser vor Schadstoffen geschützt werden. Eingesetzt wird sie bei Deponieabdeckungen, Rückhaltebecken, Wasserreservoirs und auf kontaminierten Flächen, also überall dort, wo eine Abdichtung über Jahre dicht liegen muss. HERMEQ liefert Geomembranen aus Polypropylen und LLDPE, die elastische Bahn ProFlex und EPDM-Teichfolie. Je nach Material und Dicke eignen sich die Bahnen für temporäre Abdichtungen auf der Baustelle ebenso wie für dauerhafte Bauwerke der Infrastruktur.

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Dichtungsbahnen aus PP, LLDPE und EPDM

Polypropylen und LLDPE sind thermoplastische Kunststoffdichtungsbahnen, EPDM ist ein synthetischer Kautschuk, und dieser Unterschied bestimmt, wie steif eine Bahn auf dem Planum liegt und wie sie sich in Ecken, Stufen und Mulden legt.

Polypropylen-Geomembran

Die Polypropylen-Geomembran ist die Bahn für Abfallcontainment und Teichauskleidungen, bei denen eine Kunststoffabdichtung auf einem vorbereiteten, ebenen Planum liegt. Polypropylen bleibt formstabil, wenn die Bahn großflächig über Sohle und Böschung gespannt ist. Sie wird deshalb für Auffangflächen, Lagerbereiche und Becken mit klarer Geometrie gewählt, deren Abdichtung später mit Boden oder Kies überdeckt wird.

LLDPE-Geomembran TECHLINE

Die LLDPE-Geomembran TECHLINE besteht aus linearem Polyethylen niedriger Dichte und wird zur Stabilisierung von Erdbauwerken sowie zur Eindämmung fester und flüssiger Abfälle eingebaut. Das Material ist dehnfähig und folgt einem Untergrund, der sich nach dem Einbau noch setzt. Die Bahn wird deshalb dort verlegt, wo Abfall auf frisch geschüttetem oder nachgiebigem Boden lagert oder ein Erdbauwerk noch arbeitet.

Elastische Geomembran ProFlex

Die elastische Geomembran ProFlex ist für Flächen bestimmt, auf denen die Abdichtung Bewegung aufnehmen muss, etwa unebenes Gelände, Böschungen mit wechselndem Gefälle und Untergründe, die nach dem Einbau weiter arbeiten. Ihre höhere Elastizität lässt die Bahn Verformungen mitgehen, unter denen eine steifere Bahn in Spannung geriete. Da sie in mehreren Dicken lieferbar ist, deckt sie leichte Abdichtungen ebenso ab wie stärker beanspruchte Flächen.

Geomembran-Auskleidungen aus EPDM

Die EPDM-Teichfolie Greenseal ist eine Auskleidung aus synthetischem Kautschuk für Golfteiche, Rückhaltebecken, Schwimmteiche und Lagunen. EPDM bleibt auch bei Kälte geschmeidig und legt sich in weichen Falten an Uferlinien, Pflanzstufen und Rundungen an, ohne dass die Bahn dort aufgeschnitten und neu angeschlossen werden muss.

Rollen Geomembran aus Polypropylen und LLDPE neben einer EPDM-Teichfolie auf der Baustelle
Polypropylen-Geomembran

Teichfolie oder Geomembran

Eine Teichfolie ist eine Geomembran, die ein Gewässer abdichtet, und im Handel laufen Kautschuk- und Kunststoffbahnen gleichermaßen unter diesem Namen. Für die Teichabdichtung stellt sich deshalb die Frage, welches Material zur jeweiligen Wasserfläche passt.

EPDM ist die richtige Wahl, wenn das Wasser gestaltet und sichtbar ist, wie bei Golfteichen, Schwimmteichen und Wasserflächen in Park- und Außenanlagen. Solche Teiche haben Flachwasserzonen, Stufen, Buchten und geschwungene Ufer, denen die Kautschukbahn ohne zusätzliche Nähte folgt. Wo die Folie am Ufer sichtbar bleibt oder Menschen ins Wasser steigen, zählt diese Anpassung an die Form mehr als die Steifigkeit der Bahn.

PP- oder LLDPE-Bahnen sind die richtige Wahl, wenn das Wasser eine technische Aufgabe hat, etwa in Absetzbecken, Brauchwasserspeichern und Auffangbecken an Lager- und Umschlagflächen. Diese Becken haben meist eine ebene Sohle und gleichmäßige Böschungen, die Bahn wird überwiegend mit Boden oder Kies überdeckt, und sie muss vor allem dicht und formstabil liegen. Liegt ein solches Becken in unruhigem Gelände, kommt die elastische Bahn ProFlex in Betracht.

Geomembran-Anwendungen: Deponie, Becken, Teich und Altlasten

Deponieabdichtung und Abfallcontainment

Auf Deponien, Abfalllagern und Zwischenlagern ist die Geomembran eine Lage in einem Schichtaufbau aus Planum, Schutzlage, Dichtungsbahn, Entwässerung und Abdeckboden. Sickerwasser, das sich über der Abdichtung sammelt, muss abgeleitet werden, und dafür liegt über der Bahn eine Entwässerungsschicht, zum Beispiel aus Geokomposit-Drainage. Aus dem Sortiment sind die LLDPE-Bahn TECHLINE und die Polypropylen-Bahn für diese Aufgaben vorgesehen. Bei genehmigungspflichtigen Deponieabdichtungen legt die Planung Material, Dicke und Prüfung der Abdichtungsbahn fest, und danach richtet sich die Bestellung.

Rückhaltebecken und Wasserreservoirs

In Regenrückhaltebecken und Wasserreservoirs schwankt der Wasserstand, sodass die Bahn im oberen Böschungsbereich zeitweise trocken und in der Sonne liegt. Die Abdichtung muss an der Böschungskrone verankert sein, damit sie beim Entleeren und Wiederbefüllen nicht abrutscht, und die Böschung oberhalb der Wasserlinie braucht häufig einen Erosionsschutz für Böschungen. Die EPDM-Auskleidung und die Kunststoffbahnen aus PP und LLDPE werden hier gleichermaßen verlegt. Zu- und Abläufe, Überläufe und Rohrdurchführungen werden mit Manschetten aus demselben Bahnmaterial angeschlossen, und am Zulauf schützt eine Steinschüttung über einem Schutzvlies die Bahn vor Auskolkung.

Golfteiche, Schwimmteiche und Lagunen

Bei Golfteichen, Schwimmteichen und Lagunen hängt die Dichtigkeit am Ufer. Der Rand der Teichfolie wird über den höchsten Wasserstand hochgeführt und als Kapillarsperre ausgebildet, damit angrenzende Erde oder Bepflanzung kein Wasser aus dem Teich zieht. In Schwimmteichen wird die Bahn im Schwimm- und Einstiegsbereich betreten, und dort braucht sie eine glatte, abgedeckte Sohle. Für diese Gewässer ist die EPDM-Teichfolie Greenseal ausgelegt, und für befestigte Uferkanten führt HERMEQ den Uferschutz am Wasserrand.

Altlastensanierung und kontaminierter Boden

Auf Altlasten und Industriebrachen haben zwei Bahnen zwei verschiedene Aufgaben. Die Abdichtung, etwa eine Bahn aus LLDPE oder PP, kapselt belasteten Boden ein und hält Sickerwasser von Grundwasser und Neubau fern. Die Warngeomembran für kontaminierten Boden ist eine Markierungslage: Sie liegt gut sichtbar im Boden und zeigt künftigen Baggerfahrern und Bauunternehmen an, dass darunter belastetes Material vergraben ist. Die Warnlage wird oberhalb des belasteten Materials und unter der sauberen Abdeckschicht verlegt, sodass ein Bagger sie freilegt, bevor die Schaufel den belasteten Boden erreicht. Die Abdichtung liegt dagegen unmittelbar am belasteten Boden, darunter oder darüber, je nachdem, ob Sickerwasser nach unten oder Niederschlag von oben ferngehalten werden soll. Eine Sanierung braucht meist beide Lagen, und wer nur eine bestellt, hat entweder keine Abdichtung oder eine Fläche, die bei späteren Erdarbeiten nicht gekennzeichnet ist.

Warngeomembran für kontaminierten Boden
Geomembran TECHLINE LLDPE

Dicke, Rollenbreite und Untergrund der Geomembran

Nach Material und Anwendung legen Dicke und Rollenbreite fest, wie die Bahn verlegt wird, und der Untergrund entscheidet, wie lange sie dicht bleibt.

Dicke der Dichtungsbahn

Die Bahnen im Sortiment reichen von 0,75 bis 2,0 mm Dicke. Eine dickere Bahn ist richtig, wenn der Untergrund kantiges Korn enthält, eine schwere Überschüttung oder Baustellenverkehr auf der Abdeckung folgt oder die Abdichtung lange offen liegt. Dünnere Bahnen sind leichter, lassen sich von Hand verlegen und legen sich enger an Rohrdurchführungen, Stufen und Ecken an, weshalb sie sich für kleinere Teiche und Becken eignen.

Rollenbreite und Anzahl der Nähte

Die Rollenbreite reicht von 2 m bei den PP- und LLDPE-Bahnen bis 7 m bei ProFlex, und die EPDM-Auskleidung ist so bemessen, dass auf der Baustelle möglichst wenige Fugen entstehen. Jede Naht wird vor Ort geschweißt oder verklebt und ist die Stelle, an der eine Abdichtung am ehesten undicht wird. Breitere Bahnen bedeuten weniger Nähte, weniger Prüfaufwand und kürzere Verlegezeiten auf großen Flächen, brauchen aber Gerät zum Abrollen. Schmale Rollen lassen sich in Gräben, auf engen Flächen und ohne Maschine verlegen.

Untergrund und Schutzvlies

Das Planum unter der Geomembran muss verdichtet, eben und frei von Steinen, Wurzeln, Bauschutt und scharfen Kanten sein, denn jede Spitze, die unter Wasser- oder Erdlast auf die Bahn drückt, wird später zum Leck. Zwischen Planum und Bahn gehört ein Geotextil als Schutzvlies, und wo Kies, Schotter oder Steinschüttung auf die Abdichtung kommt, liegt ein zweites Vlies darüber.

Flächenbedarf berechnen

Die benötigte Fläche ergibt sich aus Länge und Breite der Sohle zuzüglich der Böschungslänge auf beiden Seiten, wobei die Böschung entlang des Hangs gemessen wird und damit länger ist als die Tiefe des Beckens. Hinzu kommen an jedem Rand der Zuschlag für den Ankergraben oder die Kapillarsperre und bei mehreren Bahnen die Überlappung an jeder Naht. Bei freien Teichformen messen Sie Länge und Breite mit einem Maßband, das dem Profil durch die tiefste Stelle folgt, und planen Falten an Buchten und Stufen als zusätzliche Fläche ein. Bei rechteckigen Becken mit gleichmäßiger Böschung lässt sich die Fläche vorab genau berechnen und auf ganze Rollen aufteilen, wobei die Nähte möglichst in Gefällerichtung verlaufen.