Handlaufsysteme
Geländersysteme sichern offene Absturzkanten bei Arbeiten in der Höhe. Sie schützen Personen, die an diesen Kanten arbeiten oder sich in ihrer Nähe bewegen. HERMEQ liefert ein temporäres Sicherheitsgeländer für Baustellen, Dächer und Wartungsbereiche, das aus SG4 Handlauffüßen und verzinkten Hochfestigkeits-Gerüstrohren aufgebaut wird. Die Rohre aus hochfestem Stahl sind leichter als herkömmliche Gerüstrohre, sodass sich ein Geländerlauf mit weniger Aufwand transportieren, aufstellen und umsetzen lässt.
Temporäres Geländersystem aus SG4 Handlauffüßen und Gerüstrohr
Das Geländersystem besteht aus zwei Bauteilen, die zusammen ein vollständig verzinktes, temporäres Sicherheitsgeländer bilden. Die SG4 Handlauffüße sind die Basis des Laufs und nehmen das Rohr auf, das als Handlauf entlang der Kante geführt wird. Diesen Handlauf bilden verzinkte Gerüstrohre aus hochfestem Stahl, die der Norm DIN EN 10219-1 entsprechen und in Längen von 1,5 bis 6,4 m erhältlich sind.
Gebaut wird damit ein Rohrgeländer aus Gerüstrohr. Füße und Rohre werden getrennt bestellt, sodass Anzahl und Längen zum jeweiligen Kantenverlauf passen. Ein Lauf wird für die Dauer der Arbeiten aufgestellt und danach wieder abgebaut. Dieselben Teile kommen anschließend auf der nächsten Baustelle erneut zum Einsatz.

Geländer, Kantenschutz, Fangnetz oder Auffanggurt
Bei der Absturzsicherung mit Geländer sitzt der Schutz an der Kante selbst und gilt damit für jede Person in ihrer Nähe, ohne dass jemand eine eigene Ausrüstung anlegen muss.
Geländer als Kollektivschutz an der Absturzkante
Das Geländer ist die richtige Wahl, wenn eine Kante über Tage oder Wochen offen bleibt und dort mehrere Personen oder wechselnde Gewerke arbeiten, etwa an Dachrändern, Bühnen, Podesten und Öffnungen im Rohbau. Ein durchgehender Lauf grenzt die Kante sichtbar ab und bleibt stehen, bis sie geschlossen ist.
Kantenschutz an Decken- und Plattenrändern
Manchmal soll an einem Deckenrand oder einer Plattenkante zusätzlich verhindert werden, dass Baustoffe und Werkzeug über die Kante fallen. Dafür sind Kantenschutzsysteme die passende Wahl, vor allem an Geschossdecken, auf denen laufend Material bewegt und abgelegt wird.
Sicherheitsfangnetze unter der Arbeitsebene
Nicht jede Gefahrenstelle lässt sich mit einem Lauf abgrenzen, etwa bei Arbeiten auf großen Dachflächen, auf Trägern oder über weiten Öffnungen. Dort fangen Sicherheitsfangnetze eine abstürzende Person unterhalb der Arbeitsebene auf.
Auffanggurt und Halteseil für Einzelarbeitsplätze
Einzelne Personen arbeiten oft an Stellen, an denen kein Geländer aufgestellt werden kann, etwa bei kurzen Einsätzen an Masten, an Stahlkonstruktionen oder außerhalb eines gesicherten Bereichs. Für sie sind Sicherheitsgurte und Halteseile die richtige Ausrüstung. Weitere Systeme, die einzelne Personen gegen Absturz sichern, führt HERMEQ unter Absturzsicherungssysteme.
Sicherheitsgeländer für Baustellen, Dächer und Wartungsbereiche
Offene Kanten im Rohbau und auf Dächern
Im Rohbau bleiben Deckenränder, Treppenaugen und Schachtöffnungen oft über mehrere Bauphasen offen, während die Gewerke wechseln. Ein Geländer aus Füßen und Rohr folgt dem Verlauf der Kante. Sobald Fassade oder Brüstung den Rand schließen, wird es abschnittsweise abgebaut. Auf Flachdächern sichert es die Dachränder während Abdichtungs-, Dämm- und Technikarbeiten.
Arbeiten an der Kante unter dem Geländer
Das SG4-System ist so ausgelegt, dass unter dem Handlauf weitergearbeitet werden kann, ohne das Geländer zu entfernen. Anschlüsse, Abdichtungen, Randschalungen oder Mauerwerk direkt an der Kante lassen sich damit ausführen, während der Schutz stehen bleibt.
Instandhaltung und Wartungsbereiche in Industrie und Tiefbau
In Anlagen, an Becken, Gruben und Bühnen wird ein Geländer häufig nur für einen Stillstand oder eine Revision gebraucht. Danach wird es eingelagert und beim nächsten Termin wieder aufgestellt. Im Tiefbau sichert es Baugruben und Schachtränder, an denen Personen entlanggehen.

Geländerläufe planen: Rohrlängen, Füße und vorhandenes Material
Die Stückliste für einen Geländerlauf ergibt sich aus der Kante vor Ort und aus dem Material, das bereits im Lager liegt.
Rohrlänge nach Kantenlänge wählen
Gemessen wird die gesamte Kante einschließlich der Ecken und der Anschlüsse an Wände oder Stützen. Danach wird die Strecke in Rohrabschnitte aus den verfügbaren Längen aufgeteilt. Lange, gerade Kanten schließen Sie mit wenigen langen Rohren und entsprechend wenigen Stößen. Für kurze Abschnitte, Ecken und Ränder um Öffnungen eignen sich kurze Rohre, die sich auch in engen Bereichen von Hand bewegen lassen. Die Anzahl der Handlauffüße richtet sich nach den Stützpunkten, die der Lauf entlang der Kante braucht.
Vorhandene Gerüstrohre weiterverwenden
Haben die vorhandenen Gerüstrohre denselben Außendurchmesser von 48,3 mm wie die Rohre im Sortiment, lassen sie sich mit den Handlauffüßen kombinieren. Nachgekauft werden müssen dann nur die fehlenden Längen. Rohre mit abweichendem Durchmesser gehören nicht in denselben Lauf.
Verzinkter Stahl im Außeneinsatz
Füße und Rohre sind verzinkt, und die Zinkschicht schützt den Stahl langfristig vor Korrosion. Auch ein Geländer, das über Monate im Freien steht, braucht deshalb keinen Anstrich und wenig Wartung.
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