GFK-Zäune
Ein GFK-Zaun aus glasfaserverstärktem Kunststoff wird dort gebaut, wo ein Zaun nicht leiten und nicht rosten darf. HERMEQ liefert GFK-Zäune für Bereiche mit spannungsführenden Anlagen, dauerhafter Feuchte oder aggressiven Stoffen, etwa Chemiewerke, Kläranlagen, Umspannwerke und Bahnanlagen. Das Sortiment umfasst den GFK-Stabgitterzaun, auch als GFK-Palisade bezeichnet, zum Einzäunen von Flächen und GFK-Handlaufsysteme zur Absicherung von Kanten an Laufwegen, Bühnen und Becken. Beide kommen ohne Korrosionsschutzanstrich aus und brauchen wenig Wartung. Wo Metallzäune unter Witterung, Salzluft oder chemischen Dämpfen korrodieren, bleibt GFK formstabil und elektrisch nichtleitend.
GFK-Zaun oder GFK-Geländer
Die Wahl hängt davon ab, ob eine Fläche abgeschlossen oder eine Kante gesichert werden soll: Ein Zaun hält Personen aus einem Bereich heraus, ein Geländer schützt Personen, die an einer Kante entlanggehen.
GFK-Stabgitterzaun
Der GFK-Stabgitterzaun, im Handel auch GFK-Palisade oder Palisadenzaun genannt, grenzt Flächen ab, zu denen Unbefugte keinen Zutritt haben sollen: Schaltfelder und Trafostationen, Gleisbereiche, Betriebsgelände und Lagerflächen für Chemikalien. Er ist die richtige Wahl, wenn eine Grenze gezogen und ein Bereich vollständig umschlossen werden muss. An Beckenrändern und erhöhten Laufwegen ist ein Zaun keine Absturzsicherung, dort gehört ein Geländer hin.
GFK-Handlaufsysteme
Die GFK-Handlaufsysteme, in der Planung meist als GFK-Geländer oder GFK-Geländersysteme bezeichnet, sichern Kanten, an denen Personen arbeiten oder entlanggehen: Laufstege, Bühnen, Treppen sowie Ränder von Becken und Kanälen. Sie sind die richtige Wahl, wenn der Bereich begehbar bleibt und Personen vor Absturz oder dem Hineinfallen geschützt werden müssen. Soll eine Fläche dagegen ganz abgeschlossen werden, reicht ein Handlauf nicht aus, und der Stabgitterzaun ist das passende Produkt.

GFK statt Stahl: Korrosion und elektrische Isolation
Glasfaserverstärkter Kunststoff wird gewählt, wenn verzinkter oder beschichteter Stahl an seine Grenzen kommt: bei dauerhafter Feuchte, Salzluft und chemischen Dämpfen sowie in der Nähe spannungsführender Anlagen. Stahl beginnt zu rosten, sobald Verzinkung oder Beschichtung beschädigt sind, und muss dann ausgebessert oder ausgetauscht werden. GFK hat keinen metallischen Kern, der korrodieren kann.
GFK ist außerdem elektrisch nichtleitend. Ein Zaunfeld oder Handlauf aus GFK leitet keinen Strom, was das Risiko für Personen bei Montage und Betrieb in elektrischen Anlagen verringert. Deshalb wird der Werkstoff an Schaltanlagen und Bahnstromanlagen eingesetzt, wo ein Metallzaun in das Erdungskonzept eingebunden werden muss. Aus denselben Gründen führt HERMEQ unter den GFK Produkten auch Laufstege, Verbau und Beschilderung.
GFK-Zäune für Umspannwerke, Bahn und Kläranlagen
In jedem dieser Einsatzbereiche bestimmt die Aufgabe vor Ort, ob der Stabgitterzaun, der Handlauf oder beides gebraucht wird.
Umspannwerke und Trafostationen
An Umspannwerken, Netzstationen und Trafostationen grenzt der Stabgitterzaun Schaltfelder und Transformatoren gegen unbefugten Zutritt ab. Der Zaun ist dabei selbst kein leitendes Teil der Anlage, die vorgeschriebenen Schutzabstände zu spannungsführenden Teilen gelten für ihn aber genauso. Für Grabarbeiten an Kabeltrassen im Anlagengelände führt HERMEQ nichtleitenden GFK-Verbau.
Bahnanlagen
An Bahnanlagen trennt der Stabgitterzaun Gleisbereiche, Bahnnebenanlagen und technische Gebäude von Wegen, auf denen Personen unterwegs sind. In der Nähe von Oberleitungen und Bahnstromanlagen ist die fehlende Leitfähigkeit der Grund für GFK. An Treppen, Rampen und Überführungen, die begangen werden, kommen die Handlaufsysteme zum Einsatz.
Kläranlagen und Wasserwirtschaft
In Kläranlagen, Wasserwerken und Pumpwerken sichern die Handlaufsysteme Belebungs-, Klär- und Regenbecken sowie offene Gerinne, häufig in Verbindung mit GFK-Laufstegen und Abdeckungen über Kanälen und Becken. Feuchte Luft und Faulgase prägen hier die Umgebung. Der Stabgitterzaun schließt Betriebsflächen, Hochbehälter und Brunnenanlagen nach außen ab.
Chemische Industrie
In Chemiewerken und Tanklagern grenzt der Stabgitterzaun Lagerbereiche, Abfüllplätze und Auffangräume ab. Die Handlaufsysteme sichern Bühnen, Tankaufstiege und Laufwege an Rohrbrücken.

GFK-Zaunanlagen planen
Untergrund und Befestigung
Vor der Bestellung sollte feststehen, worauf die Anlage steht. Auf Erde, Schotter oder an Gleisböschungen braucht jeder Pfosten ein Fundament, auf Betonflächen, Mauerkronen und Bühnen wird er mit Fußplatte oder seitlich befestigt. Das Aufmaß erfasst Ecken, Höhenversprünge und Anschlüsse an Mauern und Tore.
Metallische Bauteile in nichtleitenden Anlagen
Jedes metallische Bauteil kann die elektrische Trennung einer GFK-Anlage aufheben. Schrauben, Beschläge, Tore, Schlösser und Anschlüsse an vorhandene Stahlzäune oder Gebäude werden im Bereich spannungsführender Anlagen deshalb vorab geplant: Metallteile vermeiden, wo es geht, und unvermeidbare Teile in das Erdungskonzept des Betreibers aufnehmen. Eine durchgehende Stahlverbindung über den GFK-Zaun hinweg hebt die Trennung auf.
Kennzeichnung und Zugänge
Zugänge, Tore und Gefahrenbereiche werden an der Zaunanlage gekennzeichnet. Warnschilder an Metallpfosten bringen leitende Teile zurück in die Anlage, mit den GFK-Schildern und Pfosten bleibt auch die Beschilderung nichtleitend. Anzahl und Standorte der Schilder gehören deshalb in dieselbe Planung wie der Zaun.
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