Wurzel- und Unkrautbarrieren
Eine Wurzelsperre hält invasive Wurzelsysteme und aggressive Unkräuter von Leitungen, Bauwerken und befestigten Flächen fern. Die Barrieren schützen Versorgungsleitungen, Entwässerungssysteme, Wege und Fundamente mechanisch vor Wurzelschäden und verringern den Bedarf an chemischer Unkrautbekämpfung.
HERMEQ liefert dichte Wurzelbarrieren für den senkrechten Einbau und wasserdurchlässiges Wurzelschutzvlies für den flächigen Einbau unter Wegen und Gründächern. Dazu kommen Unkrautbarrieren gegen Bambus, Quecke, Ackerschachtelhalm und Japanischen Staudenknöterich sowie ein UV-beständiges Gewebe für Solarparks und technische Anlagen.
Wurzelbarriere, Rhizomsperre und Unkrautvlies
Welches Produkt passt, hängt vom Schadensbild ab: Wurzeln und Rhizome, die sich seitlich im Boden ausbreiten, hält eine Wurzelsperre auf, während Bewuchs, der durch eine Fläche nach oben dringt, eine Unkrautbarriere oder ein Unkrautvlies verlangt.
Wurzelbarriere für den senkrechten Einbau
Die Plantex Wurzelbarriere ist eine beschichtete, undurchlässige Vliesmembran, die senkrecht in einen Graben gestellt wird und dort eine geschlossene Wand gegen Wurzeln und Ausläufer bildet. In der Praxis heißt diese Bauart auch Rhizomsperre oder Bambussperre. Sie ist die Wahl, wenn ausläufertreibender Bambus oder stark wurzelnde Gehölze auf Nachbarflächen, Leitungen oder Fundamente zuwachsen.
Wurzelschutzvlies für den flächigen Einbau
Das Wurzelschutzvlies von DuPont Plantex wird flach unter dem Aufbau verlegt und lässt Wasser und Luft hindurch. Es gehört unter Radwege, Gehwege, Straßen, Zufahrten und Gründächer, wo Wurzeln den Belag von unten anheben würden, der Aufbau aber weiter entwässern muss.
Unkrautbarriere gegen Staudenknöterich und Neophyten
Leichte Gartenvliese halten einjährige Samenunkräuter zurück, gegen Japanischen Staudenknöterich, Riesen-Bärenklau, Drüsiges Springkraut, Ackerschachtelhalm, Quecke oder Schilf sind sie nicht ausgelegt. Für diese Arten führt HERMEQ die Unkrautbarriere gegen Staudenknöterich Plantex Platinium, die auch Riesenschilf und Bambus standhält. Sie wird in breiten Paneelen geliefert und ist damit für große Sanierungsflächen und Baufelder gedacht.
Unkrautschutzgewebe gegen hartnäckiges Unkraut
Das Robuste Unkrautschutzgewebe ist eine wartungsarme Abdeckung für Flächen, auf denen hartnäckige Unkräuter sonst immer wieder nachwachsen. Es ist gegen dieselben aggressiven Arten ausgelegt wie die Platinium-Barriere, darunter Staudenknöterich, Quecke und Schachtelhalm, und macht nach dem Einbau chemische Behandlung oder Ausgraben überflüssig. Abdeckungen für Kulturflächen in Landwirtschaft und Gartenbau stehen unter Agrotextilien.
UV-Schutzgewebe für Solarparks
In Freiflächen-Solaranlagen wächst Bewuchs zwischen und unter den Modulreihen hoch, verschattet die Module und zwingt den Betreiber zu regelmäßigem Mähen um Gestelle und Kabeltrassen. Das UV-Schutzgewebe für Solaranlagen Plantex Platinium Solar unterdrückt diesen Aufwuchs und ist für die dauerhafte Sonneneinstrahlung auf offenen Flächen ausgelegt. Es eignet sich ebenso für Technikflächen und andere technische Anlagen, an denen Vegetation den Betrieb stört.

Wurzelsperre wasserdicht oder wasserdurchlässig
Die Einbaulage entscheidet: Eine wasserdichte Wurzelsperre steht senkrecht im Boden und stoppt die seitliche Ausbreitung, ein wasserdurchlässiges Wurzelschutzvlies liegt waagerecht unter einer Fläche und schützt sie von unten. Dicht muss die senkrechte Sperre sein, weil Bambusrhizome und Baumwurzeln der Feuchtigkeit folgen und eine poröse Wand auf dem Weg zu Abwasserleitungen und Fundamenten durchwachsen würden. Seitlich gestellt behindert sie die Entwässerung nicht, denn das Sickerwasser fließt neben ihr nach unten ab.
Unter Pflaster, Asphalt oder einem Gründachaufbau wäre eine waagerecht verlegte dichte Bahn falsch, weil sich das Wasser darauf staut, den Aufbau durchnässt und im Winter Frostschäden verursacht. Dort gehört das durchlässige Vlies hin, das Wasser und Luft passieren lässt und Wurzeln zurückhält. Beide Bauarten kommen zusammen, wo Bäume neben einem Weg oder einer Zufahrt stehen: Die senkrechte Sperre trennt den Wurzelraum seitlich vom Weg, und das Vlies schützt den Aufbau darunter gegen Wurzeln, die dennoch dorthin gelangen.
Wurzelschutz an Leitungen, Wegen und Gründächern
Bambus und Bäume an Gebäuden
Um ausläufertreibenden Bambus wird die Sperre als geschlossener Ring um die Pflanzfläche gestellt, an Gebäuden als durchgehende Bahn zwischen Pflanzung und Fundament. Die Oberkante bleibt über dem fertigen Gelände, damit Ausläufer nicht über die Sperre hinwegwachsen, und wird einmal im Jahr auf übergreifende Triebe kontrolliert. Eine oben leicht nach außen geneigte Stellung lenkt Rhizome an der Bahn entlang nach oben, wo sie sichtbar werden. Der Ring muss ohne Lücke geschlossen sein, denn eine offene Stelle am Stoß genügt, damit Rhizome hindurchwachsen.
Versorgungsleitungen und Drainagen
Baumwurzeln wachsen gezielt zu undichten Muffen von Abwasser- und Drainageleitungen, weil dort Feuchtigkeit austritt. Die Sperre steht deshalb zwischen Baumstandort und Leitungstrasse, reicht tiefer als die Rohrsohle und läuft seitlich deutlich über den Wurzelbereich des Baums hinaus. Am einfachsten wird sie eingebaut, solange der Leitungsgraben ohnehin offen ist.
Radwege, Wege und Zufahrten
Unter Wegen und Zufahrten liegt das Wurzelschutzvlies auf dem Planum unter der Tragschicht und reicht seitlich über die Wegkante hinaus, damit Wurzeln nicht von der Seite unter den Belag gelangen. Bei begrünten Zufahrten und Stellplätzen mit Rasen- und Kiespflaster kommt das Vlies unter die Wabenschicht, damit die Fläche eben bleibt. Wo der anstehende Boden von der Tragschicht getrennt werden muss, damit sich beide nicht vermischen, stehen Geotextilien als Trennlage zur Wahl.
Gründächer
Auf Gründächern schützt die Wurzelschutzlage die Dachabdichtung, in die Wurzeln sonst an Nähten und Anschlüssen eindringen. Sie wird vollflächig auf der Abdichtung verlegt und an Attiken, Aufkantungen und Durchdringungen hochgeführt, weil Wurzeln gerade dort zuerst ansetzen. Darüber folgen die Dränschicht, etwa aus Drainagematten, und das Substrat.
Sanierung von Neophytenflächen
Staudenknöterich treibt schon aus kleinen Rhizomstücken wieder aus, deshalb wird eine Sanierungsfläche nach dem Aushub oder Abräumen vollflächig mit der Unkrautbarriere abgedeckt und erst dann überschüttet oder bepflanzt. Die Barriere reicht über den Rand des früheren Bestands hinaus, weil Rhizome im Umfeld weiterlaufen, und wird an Mauern, Zäunen und Wegen hochgeführt oder an die angrenzende Bebauung angeschlossen. Ausgehobener Boden enthält lebende Rhizomteile und wird getrennt gehalten, damit er die Fläche nicht neu besiedelt.

Rollenbreite, Rollenlänge und Lage der Bahnen
Rollenbreite nach Grabentiefe und Fläche
Bei der senkrechten Sperre ergibt sich die Rollenbreite aus der Grabentiefe und dem Überstand über Gelände, beim flächigen Einbau aus der Breite des Wegs, der Pflanzfläche oder des Feldes, das in möglichst wenigen Bahnen belegt werden soll. Über das Sortiment reichen die Breiten von 0,5 m bis 5,2 m, sodass schmale Gräben ebenso abgedeckt sind wie Radwege und große Freiflächen.
Rollenlänge und Anzahl der Stöße
Jeder Stoß ist eine Stelle, an der Wurzeln und Rhizome eine Lücke finden, wenn er nicht sauber ausgeführt ist. Mit Rollen bis 100 m Länge lassen sich Leitungstrassen, Wegeränder und lange Pflanzstreifen in einem Stück belegen, und auf großen Flächen senken breite, lange Bahnen die Zahl der Stöße deutlich.
Offen liegend oder überdeckt
Bahnen im Boden oder unter Kies, Pflaster und Dachsubstrat sind vor Sonnenlicht geschützt. Wo das Gewebe dauerhaft frei liegt, etwa zwischen Modulreihen oder auf Technikflächen ohne Deckschicht, ist das UV-beständige Solargewebe die richtige Wahl.
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