GFK-Laufstege und Abdeckungen
HERMEQ liefert GFK-Gitterroste und Abdeckplatten aus glasfaserverstärktem Kunststoff für Laufwege, die eine nicht leitende und korrosionsbeständige Oberfläche brauchen. Sie werden im Gleisbereich, in Versorgungsbetrieben und in Industrieanlagen verlegt und sind eine leichte Alternative zu Metallböden, vor allem in Bereichen mit Feuchtigkeit oder elektrischer Gefährdung.
Die GFK-Bodenbeläge gibt es als offene Gitterroste, als Laufstegroste mit geschlossener Oberfläche und als GFK-Platten mit Körnung oder Riffelprofil. Die Oberflächen unterscheiden sich in der Rutschhemmung und werden danach gewählt, wie stark ein Laufweg begangen wird und ob er nass oder ölig ist.
GFK-Gitterroste, Laufstegroste und Platten
Das Sortiment teilt sich in Gitterroste, die frei zwischen Auflagern spannen und selbst den Laufweg bilden, und GFK-Platten, die auf einer tragenden Fläche oder Unterkonstruktion aufliegen und sie abdecken.
GFK-Bodengitterplatten mit offener Masche
Die GFK-Gitterroste mit offener Masche, im Handel auch Bodengitter, Bodengitterplatten oder kurz GFK-Gitter genannt, sind der Standard für selbsttragende Laufstege, Podeste und Abdeckungen über Rinnen und Schächten. Sie werden gewählt, wenn der Laufweg im Freien liegt oder Wasser und Schmutz von der Lauffläche nach unten abgehen sollen. Einzelne Roste lassen sich wieder herausnehmen, wenn Leitungen oder Schächte darunter zugänglich bleiben müssen.
GFK-Gehweggitter mit geschlossener Oberfläche
Der GFK-Laufstegrost mit geschlossener Oberfläche ist ein tragender Rost mit durchgehender Deckschicht, den die Branche auch Blindrost nennt. Er spannt wie der offene Gitterrost zwischen den Auflagern, lässt aber nichts durch die Lauffläche hindurch. Er ist die Wahl für Stege und Bühnen, unter denen gearbeitet wird oder Anlagen stehen.
Besandete GFK-Platten
Besandete GFK-Platten sind geschlossene GFK-Abdeckplatten mit eingestreuter Körnung auf der Oberseite. Die Körnung gibt dem Schuh auch auf nasser oder verölter Fläche Halt, deshalb gehören diese Platten auf Laufwege, die nass, ölig oder stark begangen sind. Sie werden in mehreren Größen und Stärken geliefert und sind für anspruchsvolle Baustellen ausgelegt.
GFK-Platten mit Riffelprofil
Die GFK-Platten mit Riffelprofil, auch als Riffelplatte oder Antirutsch-GFK-Platte mit Schachbrettmuster bekannt, haben ein erhabenes Profil statt einer Körnung. Das Profil gibt Halt und lässt sich leichter fegen und abspritzen als eine gestreute Oberfläche. Sie passen auf Treppenstufen, Podeste und Laufwege in überwiegend trockenen Bereichen, die regelmäßig gereinigt werden.

Offener Gitterrost oder geschlossene Oberfläche
Den Ausschlag gibt, was unter dem Laufweg liegt und was durch ihn hindurch darf. Ein offener Gitterrost ist richtig, wenn Regen- und Prozesswasser sofort ablaufen sollen, Licht und Luft nach unten durchgehen müssen und Schnee, Laub oder Schlamm nicht auf der Lauffläche liegen bleiben dürfen. Das trifft auf die meisten Laufwege im Freien zu, auf Dienstwege an Gleisen ebenso wie auf Bühnen über Rinnen und Becken.
Eine geschlossene Oberfläche ist richtig, sobald unter dem Steg Menschen arbeiten, Anlagen stehen oder Fahrzeuge verkehren. Werkzeug, Schrauben, Kleinteile und Bauschutt fallen dann nicht auf die Ebene darunter, und Flüssigkeiten tropfen nicht durch. Auch schmale Absätze und die Räder von Transportwagen und Sackkarren laufen auf einer geschlossenen Fläche sicherer als auf einer Masche. Diese Fälle deckt der Laufstegrost mit geschlossener Oberfläche ab, wenn der Steg frei spannen muss, und eine besandete oder geriffelte GFK-Platte, wenn bereits eine tragende Fläche vorhanden ist.
Gitterroste aus GFK oder Stahl
GFK-Gitterroste rosten nicht, leiten keinen Strom und wiegen weniger als Stahlroste im gleichen Format. Der Werkstoff ist beständig gegen Feuchtigkeit und Chemikalien, die Stahl angreifen, deshalb entfällt der Korrosionsschutz, den ein Stahlrost über Verzinkung oder Anstrich braucht.
Diese Unterschiede verändern die Kaufentscheidung an drei Stellen. In Bereichen mit elektrischer Gefährdung ist der nicht leitende Laufbelag der Grund, GFK zu wählen. In dauerhaft nassen oder chemisch belasteten Anlagen fallen das Nachstreichen und der Austausch angerosteter Roste weg. Wo kein Kran oder Stapler an die Einbaustelle kommt, lassen sich GFK-Roste von Hand tragen, einpassen und verlegen.
Aus demselben Werkstoff führt HERMEQ weitere GFK-Produkte für Absperrung, Kennzeichnung und Verbau.

GFK-Laufstege an Gleisen, Trafostationen und Kläranlagen
Je nach Einsatzort gibt eine andere Eigenschaft des Werkstoffs den Ausschlag, und mit ihr ändert sich die passende Oberfläche.
Gleisbereich und Bahnsteige
Arbeiten am Gleis fallen in kurze Sperrpausen, in denen Material ohne Hebezeug an die Strecke getragen und eingebaut werden muss. Hier zählt das geringe Gewicht der Roste, und im Freien leitet die offene Masche Regen und Schnee von Dienstwegen, Übergängen und Bahnsteigzugängen ab. Wo der Laufweg zum Gleis hin abgegrenzt werden soll, schließen GFK-Zäune aus demselben nicht leitenden Werkstoff an.
Trafostationen und Versorgungsanlagen
In Umspannwerken, Trafostationen und Schaltanlagen ist der nicht leitende Laufbelag der Grund für GFK. Über Kabelkanälen und Anlagenteilen gehört eine geschlossene Oberfläche hin, damit keine Schrauben oder Werkzeuge auf spannungsführende Teile fallen. Für die Kennzeichnung der Gefahrenbereiche führt HERMEQ GFK-Schilder und Pfosten.
Kläranlagen, Becken und Chemieanlagen
Über Gerinnen, Becken, Pumpenschächten und Auffangwannen ist die Lauffläche dauerhaft feucht und oft chemisch belastet, deshalb ist Korrosionsbeständigkeit hier die Grundanforderung an jede Abdeckung. Offene Gitterroste über Gerinnen lassen den Blick auf den Durchfluss frei, und Spritzwasser läuft zurück. Wo nichts in ein Becken oder einen Schacht fallen darf, wird geschlossen abgedeckt.
Baustellen und Nachrüstung
Auf Baustellen werden Laufwege schnell nass und verschmutzt, und für diese Bedingungen sind die besandeten GFK-Platten ausgelegt. In Bestandsanlagen erneuern GFK-Platten eine abgenutzte Lauffläche, ohne dass die Konstruktion getauscht werden muss. Das geringe Gewicht erleichtert Nachrüstungen in engen Bereichen, in die kein Hebezeug passt.
Bauhöhe, Format und Farbe der GFK-Roste
Ist die Entscheidung zwischen Rost und Platte gefallen, bestimmen der Abstand der Auflager, die Länge des Laufwegs und die gewünschte Kennzeichnung die Bestellung.
Bauhöhe und Auflagerabstand
Die Roste im Sortiment haben Bauhöhen von 25 bis 53 mm. Je weiter die Träger der Unterkonstruktion auseinanderliegen, desto höher muss der Rost sein, damit er unter Last nicht spürbar nachgibt. Messen Sie deshalb vor der Bestellung den lichten Abstand zwischen den Auflagern, denn er legt fest, welche Bauhöhe in Frage kommt. Bei Nachrüstungen gehört auch die Tiefe vorhandener Auflagerwinkel oder Zargen dazu, damit der neue Rost bündig mit dem anschließenden Boden liegt.
Plattenformat
Die Formate reichen bis 3660 x 1220 mm. Für lange, gerade Stege spart das größte Format Arbeit, weil es die wenigsten Stöße und Zuschnitte braucht. Kleinere Formate lassen sich in engen Anlagenbereichen leichter einbringen und um Stützen oder Rohrleitungen herum einpassen. Legen Sie den Verlegeplan so an, dass jeder Stoß auf einem Auflager liegt.
Farbe
Gelb markiert Kanten, Stufen, Übergänge und Gefahrenbereiche und ist bei den offenen Gitterrosten erhältlich. Hell- und dunkelgraue Roste fügen sich in Industrieanlagen, Bahnanlagen und Betonflächen ein, Grün passt zu Laufwegen im Gelände und an Gewässern. Auf einem Steg lassen sich die Farben kombinieren, etwa mit gelben Rosten an einem Absatz oder am Beginn einer Treppe.

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