Absturzsicherungs-systeme
HERMEQ liefert Absturzsicherungssysteme und Fallschutzsysteme für Arbeiten in der Höhe: Auffangsysteme für die Deckenschalung, mobile Sicherheitspfosten, horizontale Rettungsleinen, Trägeranker für Stahlträger und Höhensicherungsgeräte mit Drahtseil oder Gurtband. Für die Bergung umfasst das Sortiment ein Gegengewichts-Davitsystem, ein Dreibein für beengte Räume und ein Höhensicherungsgerät mit integriertem Bergungssystem.
Die Systeme stoppen einen Sturz, bevor der Arbeiter auf eine tiefere Ebene trifft, und erlauben die anschließende Rettung. Sie sind für den Hochbau, den Schalungs- und Stahlbau sowie für Wartungsarbeiten an Bauwerken ausgelegt.
Auffangsysteme und Anschlageinrichtungen
Welches Auffangsystem passt, hängt zuerst davon ab, woran auf der Baustelle angeschlagen werden kann: an einer Stütze, an einem Stahlträger, zwischen zwei festen Punkten oder an einem mitgebrachten Pfosten.
Säulengebundenes Auffangsystem für Deckenschalung
Beim Einschalen horizontaler Decken fehlt über dem Arbeitsbereich meist jeder Anschlagpunkt, und die offene Kante wandert mit jedem neuen Feld. Das säulengebundene Auffangsystem für Schalungsarbeiten wird an einer Stütze befestigt und sichert die Schalungsbauer von dort aus, sodass von einem Anschlag aus mehrere Felder geschalt werden können. Es ist für Rohbauten mit Stützenraster gedacht, in denen die Decke Feld für Feld eingeschalt wird.
Leichtes Auffangsystem aus Aluminium
Das leichte Aluminium-Auffangsystem verbindet den Arbeiter über eine Körperhaltevorrichtung mit einem stabilen Anker und ist die leichte Variante unter den Auffangsystemen. Es passt zu Einsätzen, bei denen die Sicherung oft an einen neuen Arbeitsbereich wandert und ein schweres System den Ablauf aufhalten würde.
Mobiles Sicherheitssystem mit Sicherheitspfosten
Wo das Bauwerk selbst keinen Anschlag hergibt, schafft das mobile Sicherheitssystem für Höhenarbeiten über einen Sicherheitspfosten einen erhöhten Anschlagpunkt. Es wird als vollständiges System geliefert, sodass keine weiteren Komponenten zusammengestellt werden müssen. Damit ist es die richtige Wahl für Teams, die eine komplette Sicherung aus einer Hand benötigen.
Horizontale temporäre Rettungsleine
Die horizontale temporäre Rettungsleine, im Handel auch horizontales Sicherungsseil genannt, wird zwischen zwei Anschlagpunkten gespannt und macht aus zwei festen Punkten eine durchgehende Sicherungsstrecke. Sie passt zu Arbeiten entlang einer Kante, eines Trägers oder einer Fassade, bei denen sich der Arbeiter seitlich bewegt und nicht bei jedem Schritt umhängen soll. Ihre Länge wird an den Abstand der beiden Anschlagpunkte angepasst.
Trägeranker und Trägerankerwagen für Stahlträger
Im Stahlbau ist der Trägerflansch der naheliegende Anschlag. Der Trägerankerwagen, auch als verschiebbarer Trägeranker oder Trägerklemme bekannt, wird an die Flanschbreite angepasst und läuft unter einem Deckenträger oder einer darüberliegenden Stahlkonstruktion mit dem Arbeiter mit. Er ist die richtige Wahl, wenn der Arbeitsplatz entlang des Trägers wandert und ein fester Anschlagpunkt sonst ständig versetzt werden müsste.

Höhensicherungsgeräte mit Drahtseil oder Gurtband
Ein Gerät mit Gurtband ist die Wahl für kurze Wege nahe am Anschlag, ein Gerät mit Drahtseil für größere Arbeitshöhen und weitere Abstände. Das Höhensicherungsgerät, auch Fallschutzblock oder einziehbares Auffanggerät genannt, verbindet den Auffanggurt mit dem Anschlag, gibt das Seil bei normaler Bewegung frei und blockiert bei einem Sturz über eine interne Bremse.
Das Höhensicherungsgerät mit Gurtband ist kompakt und leicht. Es passt zu Arbeiten knapp unterhalb des Anschlags, bei denen das Gerät häufig umgehängt wird. Für größere Abstände ist verzinktes Stahldrahtseil die richtige Wahl: Das Höhensicherungsgerät mit Drahtseil deckt die längeren Ausführungen ab, und das Helixon-S Höhensicherungsgerät ist für den vertikalen wie den horizontalen Einsatz geeignet. Über das gesamte Sortiment reichen die Längen von 2,5 bis 20 m.
Die richtige Länge ergibt sich aus der Arbeitshöhe und aus dem weitesten Punkt, den der Arbeiter vom Anschlag aus erreichen muss. Ein zu kurzes Seil zwingt zum Umhängen. Ein deutlich zu langes Seil vergrößert den seitlichen Abstand zum Anschlag und damit die Gefahr eines Pendelsturzes. Liegt der Arbeitsbereich weit seitlich, ist ein weiterer Anschlagpunkt oder eine horizontale Rettungsleine meist die bessere Wahl als ein längeres Gerät.
Rettung und Bergung mit Davit-System und Dreibein
Ein Auffangsystem stoppt den Sturz, der aufgefangene Arbeiter hängt danach aber im Gurt und muss zügig gerettet werden, weil längeres Hängen den Kreislauf belastet. Die Rettung gehört deshalb zur Planung, bevor die Arbeit beginnt, und das Rettungsgerät liegt am Einsatzort bereit. Welches Gerät passt, hängt davon ab, ob an einem Schacht, an einer Kante oder an einem beliebigen Arbeitsplatz gerettet werden muss.
Gegengewichts-Davitsystem ohne feste Bodenmontage
Das Gegengewichts-Davitsystem schafft über einer Kante oder Öffnung einen Hub- und Anschlagpunkt, ohne im Boden verankert zu werden, weil Gegengewichte den modularen Rahmen halten. Es ist die richtige Wahl für enge Bereiche sowie für Kanten und Öffnungen, an denen nicht gebohrt werden kann oder darf. Verstellbare Beine gleichen unebene Standflächen aus.
Dreibein für Schächte und beengte Räume
Über Schächten, Behältern und anderen beengten Räumen wird das Dreibein für beengte Räume aufgestellt. Es gibt einen Anschlagpunkt senkrecht über der Öffnung, an dem Personal und Ausrüstung beim Ein- und Ausstieg gesichert und eine verunglückte Person nach oben gezogen werden. Beengte Räume haben eingeschränkte Zu- und Ausgänge und oft eine schlechte Belüftung, deshalb ist die Rettung von außen ohne Einstieg weiterer Personen der sicherere Weg.
Höhensicherungsgerät mit integriertem Bergungssystem
Das Höhensicherungsgerät mit integriertem Bergungssystem fängt einen Sturz auf und erlaubt anschließend, die abgestürzte Person anzuheben oder abzulassen. Ein Arbeiter, der nach dem Auffangen frei hängt, wird so ohne weiteres Gerät auf eine sichere Ebene gebracht, an Schächten ebenso wie an offenen Decken- und Dachkanten. Am Dreibein oder am Davitsystem angeschlagen, sind Sicherung und Rettung an einem einzigen Anschlagpunkt vereint.

Absturzsicherungssysteme nach Anschlag, Nutzerzahl und Arbeitsbereich
Vier Bedingungen am Einsatzort bestimmen, welches System passt, und sie lassen sich vor der Bestellung klären.
Anschlagmöglichkeit am Bauwerk
Klären Sie, ob der Untergrund tragfähig ist, ob gebohrt werden darf und in welchem Zustand Beton oder Stahl sind. In tragfähigem Beton ist der chemisch befestigte Anschlagpunkt aus Edelstahl ein fester Einzelanschlag, etwa für Arbeiten an Türrahmen, für Aufhängungen oder zum Ablassen mit Doppelseil. Wo nicht gebohrt werden darf, kommen Systeme mit eigenem Anschlag oder mit Klemmverbindung in Frage.
Anzahl der gesicherten Personen
Jede Anschlageinrichtung ist für eine festgelegte Zahl von Nutzern ausgelegt. Die horizontale Rettungsleine ist für zwei Personen geprüft, der Trägerankerwagen und der Edelstahl-Anschlagpunkt sind für eine Person konzipiert. Arbeiten mehr Personen im selben Bereich, erhält jede einen eigenen Anschlag.
Bewegungsfläche und Arbeitsrichtung
Das säulengebundene System gibt rundum Bewegungsfreiheit über eine große Fläche um die Stütze und passt damit zu flächigen Arbeiten wie der Deckenschalung. Rettungsleine und Trägerankerwagen führen den Arbeiter entlang einer Linie, während Anschlagpunkt und Dreibein einen festen Punkt sichern. Wählen Sie danach, ob sich die Arbeit über eine Fläche, entlang einer Strecke oder an einer einzelnen Stelle abspielt.
Montage ohne Kran und Transport
Das Aluminium-Auffangsystem ist so leicht, dass ein Arbeiter es allein und ohne Kran aufstellt. Auf Baustellen ohne Hebezeug ist es deshalb die naheliegende Wahl. Das säulengebundene System ist schnell installiert und wird mit dem Baufortschritt an der nächsten Stütze gesetzt. Beim modularen Davitsystem gehört der Transport der Gegengewichte bis an die Einsatzstelle in die Planung.
PSA gegen Absturz oder kollektiver Seitenschutz
Für die Absturzsicherung auf der Baustelle hat kollektiver Schutz Vorrang vor persönlicher Schutzausrüstung, weil er jede Person im Bereich schützt, ohne dass jeder Einzelne richtig angeschlagen sein muss. Seitenschutz und Kantenschutzsysteme an Decken-, Dach- und Grubenrändern verhindern, dass jemand die Absturzkante erreicht, und Sicherheitsfangnetze fangen Personen unterhalb der Arbeitsebene auf.
PSA gegen Absturz ist die richtige Maßnahme, wo sich kollektiver Schutz nicht aufbauen lässt oder sein Aufbau selbst die gefährlichere Arbeit wäre: beim Montieren des Seitenschutzes, im Stahlbau auf Trägern, beim Einschalen offener Decken, an Schächten und bei kurzen Arbeiten an wechselnden Stellen. Zu jedem Anschlag gehören dann passende Auffanggurte und Halteseile und eine Unterweisung der Beschäftigten. Welche Kombination ein Einsatz braucht, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Die Produkte für beide Wege führt HERMEQ im Bereich Ausrüstung für Arbeiten in der Höhe.

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